Bildung als Provokation

  • geschrieben von Konrad Paul Liessmann
  • 240 Seiten
  • Paperback
  • Format: 18,7 x 12,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 05.08.2019
  • ISBN 978-3-492-23600-3

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Bildung ist das beste Mittel gegen Populismus

Alle reden von Bildung. Sie wurde zur Lösung aller Probleme – von der Bekämpfung der Armut bis zur Integration von Migranten, vom Klimawandel bis zum Kampf gegen den Terror. Während „Bildung“ als Schlagwort in unserer Gesellschaft omnipräsent geworden ist, ist jeder ernsthafte Bildungsanspruch zur Provokation geworden. Die Gründe dafür nennt Konrad Paul Liessmann in seinem neuen Buch. Dafür begibt er sich sowohl in die Niederungen der Parteienlandschaft als auch in die Untiefen der sozialen Netzwerke. Und er denkt darüber nach, warum es so unangenehm ist, gebildeten Menschen zu begegnen.

»Liessmann schreibt mit intellektueller Schärfe und stilistischer Energie.« Süddeutsche Zeitung
Vorwort. Warum es so unangenehm ist, gebildeten Menschen zu begegnen

Zur Sache der Bildung
Belesenheit. Literarische Bildung als ProvokationDas schlechte Gewissen. Über Muße und BildungUnd erlöse uns von dem Übel. Bildung als säkularisierte ReligionJeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Über den Widerspruch von Bildung und WettbewerbProfessionalisierung des Lehrberufs? Anmerkungen zu einem VerhängnisVeränderung durch Bildung? Über eine rhetorische Figur

Am Rand der Kultur
Europa als eine schöne Kunst betrachtet. Zur Ästhetik eines KontinentsNichts Neues unter der Sonne. Über innovative und andere InnovationenErkenne dein Selfie! Das Selbstporträt im Zeitalterseiner technischen ReproduzierbarkeitTausend Hände. Über Fingerfertigkeiten aller ArtWissenschaft ist keine Kunst! Eine GrenzziehungWas von uns übrig bleibt. Über den Wert des Abfalls

In den Niederungen der Politik
Revolution und Grausamkeit. Zur Dynamik gesellschaftlicher VeränderungenDie Zukunft der sozialen Demokratie. Ein Plädoyer für die Rückkehr der Politik in die PolitikDer Bürger und seine Partei. Über Freiheit, Leistung und VerantwortungUnsere Grenzen. Zwischen hier und dortWas heißt denken? Über Intellektuelle in dürftiger ZeitEs ist so bequem, unmündig zu sein! Brauchen wir eine neue Aufklärung?
AnmerkungenDrucknachweise

Konrad Paul Liessmann
Konrad Paul Liessmann, geboren 1953 in Villach, ist Professor emeritus für Philosophie an der Universität Wien; Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist. Er erhielt 2004 den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln, 2010 den Donauland-Sachbuchpreis und 2016 den Paul Watzlawick-Ehrenring. Im Zsolnay Verlag gibt er die Reihe Philosophicum Lech heraus. Seine Theorie der Unbildung (2006) war ein großer Erfolg und wurde in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen bei Zsolnay seine Bücher Das Universum der Dinge (2010), Lob der Grenze (2012), Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift (2014) und Bildung als Provokation (2017) sowie im Carl Hanser Verlag gemeinsam mit Michael Köhlmeier Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam? Mythologisch-philosophische Verführungen (2016) und Der werfe den ersten Stein. Mythologisch-philosophische Verdammungen (2019).