Revolution der Erinnerung

Der Zweite Weltkrieg in der Geschichtskultur des spätsozialistischen Polen

  • geschrieben von Florian Peters
  • 516 Seiten
  • Paperback
  • Format: 21,0 x 14,8 cm
  • 1. Auflage
  • Erscheinungsdatum: 16.03.2016
  • ISBN 978-3-86153-891-2

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Selten waren Geschichte und Erinnerung politisch so brisant wie im Polen der 1970er und 1980er Jahre. Historische Streitfragen wie der Hitler-Stalin-Pakt, Katy?, der Warschauer Aufstand und der Holocaust lieferten den Zündstoff, mit dem die demokratische Oppositionsbewegung das staatssozialistische Monopol auf die Vergangenheit herausforderte. Dieses Buch zeigt, wie stark die Revolution der Solidarno?? 1980 –1981 von historischen Bezügen durchdrungen war – aber auch, wie auf das geschichtstrunkene, kollektivistische Aufbegehren im Laufe eines Jahrzehnts die individualistische Wende von 1989 folgte. Indem es die Bedeutung des geschichtskulturellen Paradigmenwechsels für den polnischen Weg von der Solidarno?? zum Runden Tisch herausarbeitet, bietet es zugleich eine neue Sicht auf die gesamteuropäischen Umbrüche von 1989.

Florian Peters
Studium der Geschichte in Kiel und Pozna?; Doktorand am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und an der Berliner Humboldt-Universität; heute an der Forschungsabteilung Berlin des Instituts für Zeitgeschichte; arbeitet hauptsächlich zur Geschichte Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert, insbesondere den gesellschaftlichen Transformationen seit den 1970er Jahren.