Warum Anti-Zionismus kein Antisemitismus ist Seit es die Idee des Zionismus gibt, gibt es auch Einwände und Warnungen jüdischer Denkerinnen und Denker - etwa von Hannah Arendt, Nan Goldin oder Avi Shlaim. Schon früh sahen sie die Probleme und Gefahren eines nationalstaatlichen Projekts, wie es die Zionisten in Palästina begründeten, in einem Land, das Ende des 19. Jahrhunderts noch mehrheitlich nichtjüdisch war. Eine lange Zeit unterdrückte Denklinie Ausgehend von seiner eigenen deutsch-jüdischen Familiengeschichte arbeitet der Pulitzer-Preisträger Benjamin Moser eine tief in der jüdischen Tradition verwurzelte Denklinie heraus, die lange Zeit unterdrückt wurde. In ihr versammeln sich:- Gläubige und Atheisten- Reformierte und Orthodoxe- jüdische Denkerinnen und Denker mit unterschiedlichen Hintergründen Sie alle eint die Überzeugung: Der Zionismus in seiner jetzigen Ausprägung wird für jüdische und nichtjüdische Menschen in einer Tragödie enden. Ein Weg zum gemeinsamen Leben Mit ihrem Leben und ihrem Werk zeigen diese mutigen Jüdinnen und Juden, dass richtig verstandener Anti-Zionismus das Gegenteil von Antisemitismus ist: der Versuch, einen Weg aufzuzeigen, wie Juden und Nichtjuden miteinander leben können.
Marlene Fleißig, geboren 1992, studierte Übersetzen und Dolmetschen in Leipzig. Sie ist Autorin sowie Übersetzerin von Romanen und Sachbüchern.
Franka Reinhart, Jahrgang 1972, hat Übersetzung mit fachlichem Schwerpunkt Psychologie studiert und überträgt seit knapp 20 Jahren Sachbücher, Belletristik und Jugendliteratur aus dem Englischen ins Deutsche, darunter Jane Casey, Morgan Matson, Colleen McCullough, Catherine Rider, Paul Theroux und Ella Woodward/Mills. Außerdem organisiert sie Lesungen und Veranstaltungen rund um das Thema Literaturübersetzung, u.a. im Rahmen des Übersetzerzentrums der Leipziger Buchmesse. Nebenbei singt sie Sopran, liebt ihren Garten und lebt mit ihrer Familie in Leipzig.
Benjamin Moser, geboren 1976 in Houston, Texas, lebt in den Niederlanden. Seine Biografie über Clarice Lispector war Finalist für den National Book Critics′ Circle Award und ein New York Times Notable Book of 2009. Mit seiner Arbeit verhalf er der brasilianischen Schriftstellerin zu internationaler Bekanntheit und erhielt Brasiliens ersten Staatspreis für Kulturdiplomatie. Für die Biografie der amerikanischen Philosophin und Publizistin Susan Sontag, die 2020 auch auf Deutsch erschien, wurde Moser mit dem Pulitzer-Preis geehrt.
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