Führerschein für Einkaufswagen

Die große Keule

Corona ist nicht allein. Manche von uns befinden sich zurzeit in mehreren Seuchengebieten. Neben den Ortsschildern vieler Dörfer in Küstennähe stehen Schilder mit der Aufschrift "Geflügelpest". Hühner, Enten und Gänse dürfen nicht mehr ins Freie, denn ihre wilden Verwandten haben bei ihrem herbstlichen Zug die Vogelgrippe mitgebracht.

Menetekel der Tierhaltung

In Dänemark werden die Nerze verbrannt wie einst in Großbritannien die Rinder. Dieses Mal ist es Corona, damals war es BSE. Wieder sind es die Menschen, die die Tiere krank gemacht haben. Und wieder müssen die Tiere dafür sterben. Vielleicht geht aber dieses Mal eine ganze tierquälerische Industrie mit in Rauch auf.

Bild von Ackerbau. Landwirtschaftliche Maschine sprüht giftigen Pestiziden oder Insektiziden auf Plantagen

Das Gift und wir

Weshalb finden sich Spuren von hunderten Giftstoffen in menschlicher Muttermilch? Wie kommen Pestizide in die Rinde von Bäumen, die Kilometer weit weg von jedem Acker stehen? Was macht Glyphosat in unserem Urin? Als Lektor habe ich an einem Buch mitgearbeitet, in dem über dreißig Autor*innen das wahnsinnige System unserer pestizidgetriebenen Landwirtschaft erklären, und damit auch unsere stetige Vergiftung durch Lebensmittel.

Penny „Nachhaltigkeitsmarkt“ in Berlin Spandau mit True-Cost-Preisen, von den Universitäten Augsburg

Was uns die Lebensmittel kosten

Die Lebensmittelpreise lügen. Das weiß jede Landwirtin, die kaum ihre Gestehungskosten erwirtschaften kann. Seit Jahren klagen die Milchbäuerinnen, derzeit auch die Schweinemästerinnen. Die sommerliche Trockenheit hat die Ernte im Ackerbau reduziert, das dritte Jahr in Folge. Das Angebot ist also knapper geworden. Aber steigen deswegen die Preise? Nein! Warum nicht?

Beitragsbild: Monokulturfeld

Untergepflügt: Ist die Agrarwende noch zu retten?

Ab wann wird aus Schönrederei eigentlich Lüge? Wenn die deutsche Landwirtschaftsministerin im Europäischen Rat die Interessen der Agrarlobby durchsetzt und das dann als große Reform verkauft? Ist das noch Lüge oder nur noch dreist, weil ihr ohnehin niemand glaubt?

Und die Ministerin weinte

Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin brach Anfang Oktober vor dem Parlament in Tränen aus, als sie über die Situation der Schweinebauern im Land berichtete. Die leiden unter dem „Schweinestau“ in ihren Ställen. Am meisten leiden allerdings die Schweine. Deshalb weint aber keine Ministerin.