Blütenlese

  • Softcover
  • 136 Seiten
  • 19059. Reclam Universal-Bibliothek
  • 93 mm x 147 mm x 8 mm
  • Erscheinungsdatum: 28.02.2013
  • Artikelnummer 978-3-15-019059-3

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58 Gedichte (darunter sechs Übersetzungen) enthielt ihr handschriftlich überliefertes Album mit dem Titel »Blütenlese«, als Selma Meerbaum-Eisinger am 16. Dezember 1942 mit achtzehn Jahren am Flecktyphus im Arbeitslager Michailowka am Bug starb, wohin sie mit ihrer Familie und einem Großteil der jüdischen Bevölkerung ihrer Heimatstadt Czernowitz im Zuge der Räumung des Ghettos im Juni 1942 deportiert worden war. Als Dokument für das Verbrechen der Shoa bezeugen diese Gedichte dennoch die Unauslöschlichkeit eines Individuums, sind frühe Werke einer offenkundig zur Dichtung Begabten. Neu ediert nach der Tel Aviver Ausgabe und mit einem ausführlichen Nachwort versehen von Markus May, der das Werk u.a. in den Kontext der Lyrik der Bukowina stellt.
Der Blütenlese Erster Teil


Lied


Apfelblüten Farben - Kristall - Den gelben Astern ein Lied


Dunkler Flieder Kastanien - Welke Blätter - Stille - Spaziergang - Welkes Blatt - Der Kelch - Frühling - Nachmittag - Spätnachmittag - Regen - Abend - Abend


Nachtschatten Trauer - Sehnsuchtslied - Schlaflied für mich - Du, weißt du ... - Märchen - Ich bin der Regen - Ja - Poem - August - Herbst - Lied - Herbstregen


Rote Nelken Hände - Haar - Ich bin die Nacht - Rote Nelken


Sterne Schlaflied - Wiegenlied


Fahnen Gilu - Lied der Freude - Der Sturm


Fremdländische Orchideen Ich bin der Weg gen Untergang - Herbstlied - harbst-lid - Schlaflied - Es weint der Regen - Dämmerung


Der Blütenlese Zweiter Teil


Teeblüten Vormittag - Regenlied


Weiße Chrysanthemen Bleistiftskizze - Stefan Zweig - Das Glück - Sonett - Sonne im August - Tränenhalsband - Es ist so viel


Wilder Mohn Schlaflied für dich - Träume - Schlaflied für die Sehnsucht - Müdes Lied - Spürst du es nicht - Tragik


Schlafmohn


Anhang Zu dieser Ausgabe Literaturhinweise Nachwort Gedichtüberschriften und -anfänge

Selma Meerbaum-Eisinger
Selma Meerbaum-Eisinger wurde 1924 in Czernowitz (Bukowina) geboren. Mit 15 begann sie, Gedichte zu schreiben und aus dem Französischen, Rumänischen und Jiddischen zu übersetzen. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Juli 1941 musste die Familie im Ghetto der Stadt leben, bevor sie 1942 in das Arbeitslager Michailowska in der Ukraine deportiert wurde, wo Selma am 16. Dezember 1942 starb.