Briefe aus der DDR

Ein ostdeutscher Briefwechsel aus der Wendezeit 1989-1990

  • Nachwort von Christoph Hein
  • Das Kulturelle Gedächtnis
  • Hardcover
  • 160 Seiten
  • 1. Auflage
  • 21,5 cm x 14,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 28.09.2022
  • Artikelnummer 978-3-946990-70-3

Hardcover

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Über dreißig Jahre sind seit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung vergangen. Insbesondere für die Menschen aus der DDR wurden die ersten Wochen und Monate danach zur prägendsten Zeit ihres Lebens. Das Land, in dem sie gelebt, gearbeitet und geliebt hatten, verschwand jeden Tag ein Stückchen mehr, und wie die Zukunft konkret aussehen und welchen Platz das Schicksal für den Einzelnen bereithalten würde, war in vielerlei Hinsicht ungewiss.
Die vorliegenden Briefe, geschrieben von Februar 1989 bis zur Auflösung der DDR am 2. Oktober 1990, sind persönliche Zeugnisse dieser ereignisreichen Zeitenwende.
Entstanden sind sie, weil Ingrun Spazier, die Empfängerin der Briefe - und nun auch Herausgeberin dieses Briefbandes -, 1988 wegen ihrer Heirat von Ostberlin nach Hamburg übersiedelte. Die Briefe waren nicht dafür bestimmt, einmal einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden, aber nun sind sie, Jahrzehnte nach ihrem Entstehen, zu einem ebenso interessanten wie aufschlussreichen Zeitdokument geworden, das die Eindrücke, Hoffnungen, Ängste und Erwartungen von sechs Menschen schildert, die diesen unvergleichlich rasanten Umbruch miterlebten.

Ingrun Spazier
Ingrun Spazier, geboren als jüngste von drei Geschwistern 1944 in Frankfurt an der Oder. Abitur 1963, Fachschulstudium und postgraduales Hochschulstudium (Informations- und Dokumentationswissenschaft) bis 1974. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Hochschulbildung der Humboldt-Universität und im Staatlichen Filmarchiv der DDR. 1988 Übersiedlung nach Hamburg, dort bis 2017 Freie Mitarbeiterin bei CineGraph, Hamburgisches Zentrum für Filmforschung.

Christoph Hein
Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach seinem Philosophiestudium, das er 1971 abschloss, arbeitete von 1974 bis 1979 als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm 1982/83 mit seiner Novelle Der fremde Freund / Drachenblut. Hein wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe- Johnson-Preis und dem Stefan-Heym-Preis.