Der Lilith-Komplex

Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit

  • dtv Verlagsgesellschaft
  • 208 Seiten
  • Softcover
  • Format: 211 mm x 123 mm x 15 mm
  • Erscheinungsdatum: 01.06.2005
  • Artikelnummer 978-3-423-34201-8

»Maaz befreit Frauen vom Rollenklischee ... Endlich sind Mütter Menschen, die sich zu ihrer Schattenseite bekennen dürfen.« J. Onken

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»Maaz befreit Frauen vom Rollenklischee der allgütigen Mutter. Endlich sind Mütter Menschen, die sich zu ihrer Schattenseite bekennen dürfen. Pflichtlektüre für alle...!« Julia Onken
Lilith wurde von Adam verstoßen, Eva aus seiner Rippe geschaffen. Die beiden mythischen Frauenfiguren verkörpern Prinzipien des Weiblichen, die bis heute nicht versöhnt sind. Das ist die Ursache für ein verlogenes Bild von Mütterlichkeit mitsamt seinen negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft: Lebensgemeinschaften zerbrechen immer häufiger, Frauen erleben sich in ihrer Rolle als Mutter um wesentliche Aspekte ihrer Weiblichkeit betrogen, Eltern stehen den Wünschen und Ansprüchen ihrer Kinder oft hilflos gegenüber.

In vielen Beziehungsstörungen Erwachsener spiegelt sich eine grundsätzliche Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses wider, Resultat eines Bildes von Mütterlichkeit, das von der Gestalt der ihre eigenen Bedürfnisse unterordnenden und aufopferungsbereiten Eva geprägt ist und der Realität heute nicht mehr entspricht.

Der Lilith-Komplex, also die Tabuisierung dieses Aspekts und die daraus resultierende Schuld, ist kulturell tief verankert, wird in der frühen Mutter-Kind-Beziehung reaktiviert und damit weiter getragen.

Hans-Joachim Maaz
Hans-Joachim Maaz, seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, war lange Zeit Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle