Europa kaputt?

Für das Ende der Alternativlosigkeit

  • Matthes & Seitz Verlag
  • 110 Seiten
  • Format: 180 mm x 111 mm x 10 mm
  • Erscheinungsdatum: 01.03.2016
  • Artikelnummer 978-3-95757-280-6

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Der Euro ist weiter instabil, die Ökonomien der Südländer der EU befinden sich am Boden und überall bekommen rechtsextreme Parteien Zulauf. Trotz alledem gilt der eingeschlagene Kurs immer noch als alternativlos. Um dieses Dogma zu überwinden, diskutieren in diesem Band die prononciertesten politischen Philosophen und Ökonomen Europas über die Ursache, den Zustand und die Lösung der Eurokrise. So wirft Varoufakis einen Blick zurück und berichtet anschaulich von seinen Erfahrungen als Finanzminister, wie die Entscheidungen auf höchster Ebene getroffen werden und welche gravierenden Demokratiedefizite die EU prägen, entwirft aber auch einen Reformplan für ein neues Europa. Doch ist eine politische Kehrtwende nach Jahrzehnten siegreichen Neoliberalismus noch einfach so möglich oder hat nicht die Demokratie grundlegenderen Schaden genommen?
Der Debattenband versammelt Vorschläge und Einsprüche zur Zukunft Europas und bietet einen Ausgangspunkt für alle, die sich dem falschen Zwang der Alternativlosigkeit nicht ergeben wollen.

Guillaume Paoli
Guillaume Paoli, 1959 in Frankreich geboren, lebt in Berlin und war Mitbegründer der Glücklichen Arbeitslosen, deren Manifeste 2002 unter dem Titel Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche erschienen, sowie Hausphilosoph im Leipziger Theater. Für Matthes & Seitz Berlin veranstaltete er in den letzten Jahren eine Diskussionsreihe im Roten Salon der Berliner Volksbühne.

Peter Trawny
Peter Trawny, geb. 1964, studierte Philosophie in Bochum und promovierte anschließend an der Universität Wuppertal über Martin Heidegger. Nach der Habilitation lehrte er an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland und gründete 2012 das Martin-Heidegger-Institut an der Bergischen Universität in Wuppertal, dessen Leitung er seitdem innehat. Er ist Mitherausgeber der Heidegger-Gesamtausgabe und war insbesondere für die Edition der »Schwarzen Hefte« verantwortlich, welche die Diskussion um Heideggers Antisemitismus neu entfacht haben.

Yanis Varoufakis
Yanis Varoufakis, geboren 1961, wurde 2015 Europas bekanntester Finanzminister, als er sich weigerte, für das bankrotte Griechenland neue Schulden aufzunehmen. Seit seinem Rücktritt wurde er zur Galionsfigur einer neuen Bewegung für eine Reform der Eurozone. Der international renommierte Wirtschaftswissenschaftler lehrte an Universitäten in England, Australien und den USA und an der Universität Athen. Im Verlag Antje Kunstmann erschienen Der globale Minotaurus (2012), Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise (mit J. Galbraith und Stuart Holland, 2015) und Das Euro-Paradox (2016).

Daniel Fastner
Daniel Fastner, 1976 geboren, promovierte über materialistische Ansätze der Sprachtheorie.  Seit 2005 übersetzt er aus dem Englischen und Französischen. Er lebt in Berlin, in den vergangenen Jahren auch zeitweise in China.