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Integrale Psychotherapie

Ein umfassendes Therapiemodell auf der Grundlage der Integralen Philosophie nach Ken Wilber

  • Araki Verlag
  • Softcover
  • 403 Seiten
  • Format: 213 mm x 150 mm x 22 mm
  • 39 Illustrationen, Farbe, 2 Tabellen, Farbe
  • Erscheinungsdatum: 28.05.2005
  • Artikelnummer 978-3-936149-53-1

Softcover

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Das vorliegende Buch entwirft ein umfassendes Psychotherapiemodell auf der Grundlage von Ken Wilbers Integraler Philosophie. Bei allen Ähnlichkeiten, die es auf den ersten Blick mit Klaus Grawes Therapiewürfel gibt, geht es dadurch, daß es auf einer Entwicklungspsychologie des menschlichen Bewußtseins aufbaut, weit darüber hinaus. Vor allem ermöglicht die Einbeziehung der individuellen Evolution eine logische Erklärung dafür, in welcher Lebensphase Grundlagen für bestimmte psychische Störungen gelegt wurden, was infolgedessen ihre spezielle Charakteristik ist und welche Therapiemethoden daher am ehesten Erfolg versprechen - einschließlich ihrer chronologischen Abfolge. Die verschiedenen existierenden Therapiemethoden werden auf ihren Wirkungsbereich (sozial oder individuell, Verhalten oder Motivation) sowie ihre Wirkungsebene hin untersucht und eingeordnet. Ein weiterer Abschnitt beschäftigt sich mit den Grundlagen einer integralen Psychodiagnostik. Außerdem wird der Einfluß von Kontextfaktoren, wie Therapeutenvariablen und Meso- und Makrosystemen, auf den therapeutischen Prozeß beschrieben. Die abschließende Analyse der Psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb mit Hilfe des hier entwickelten Therapiemodells zeigt Wege für seine Anwendung in der Praxis auf.
Aufgrund seiner umfassenden Darstellung ist das Buch geeignet, "integrativ" bzw. eklektisch arbeitenden Therapeuten und Kliniken eine theoretische Begründung für die Wirksamkeit ihres Ansatzes zu geben. Weiterhin können mit Hilfe dieser Theorie existierende Kliniken, Therapienetzwerke, etc. daraufhin überprüft werden, inwieweit sie im integralen Sinne vollständig sind oder bestimmte Persönlichkeitsbereiche bisher übersehen haben. Darüber hinaus gibt es Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, aber auch interessierten Laien Kriterien an die Hand, welche Therapie für welche psychische Störung geeignet wäre. -

"Der Referent kennt keine deutschsprachige Arbeit, die Wilbers Arbeiten derart profund und differenziert darstellt. Sie integriert Wilbers Publikationen aus einer Dekade zu einem klaren, lesens- und diskussionswürdigen Konzept. In der Darstellung wird dabei deutlich, dass der Autor die für eine wissenschaftliche Arbeit erforderlich kritische Distanz nicht aufgibt und nicht in den Status eines "Anhängers" wechselt.
Im (dritten) Teil wird auf der Grundlage dieser gründlichen Analyse der Wilberschen Konzepte nun das Modell der Klinik Bad Herrenalb untersucht. Dieses Unterfangen ist insoweit von Bedeutung, als das Konzept des Begründers Dr. W. H. Lechler bundesweit eine Vorreiter-Rolle im Bereich der Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen gewonnen und eine alternative Orientierung in die stationär-klinischen Konzepte eingeführt hat. In diesem Teil bewährt sich der Arbeitsstil des Autors: exzellenter Kenntnisreichtum, präzise Analyse, klare Darstellung, eigenständige Gedankenführung, abgewogene Schlussfolgerungen." (Prof. Dr. Wilfried Belschner, Institut für Psychologie, Universität Oldenburg)

Wulf M Weinreich
Lebenslauf geboren 1959 in Magdeburg seit dem 16. Lebensjahr Auseinandersetzung mit dem Thema Psychologie / Psychotherapie aus politischen Gründen Studienverbot in der DDR 1980 Beginn der Ausbildung in Transpersonaler und Humanistischer Psychotherapie durch westliche Psychotherapeuten auf privaten Seminaren 1985 Gründung eines Selbsterfahrungs- und Meditationszentrums in Leipzig, Leitung erster Selbsterfahrungsgruppen nach der Wende 5 Jahre Co-Therapeut bei Gerd B. Ziegler (Humanistische und Transpersonale Psychotherapie), parallel dazu Arbeit als Therapeut im Einzel- und Gruppensetting Studium der Psychologie (Abschluß als Diplom-Psychologe) an der Universität Leipzig, außerdem Studium der Religionswissenschaft, Ethnologie und Sinologie Ausbildung in verschiedenen psychotherapeutischen Methoden, anerkannte Abschlüsse als Suchttherapeut (VDR), Systemischer Familien-Sozialtherapeut (DFS) seit den 90er Jahren Auseinandersetzung mit der Integralen Philosophie nach Ken Wilber seit 2002 Entwicklung des Integralen Ansatzes in der Psychotherapie seit 2003 Referate, Vorlesungen und Seminare zur Psychotherapie und verschiedenen Integralen Themen auf Kongressen, an Universitäten, Hochschulen und in Kliniken seit 2004 Erlaubnis zur selbstständigen Ausübung von heilkundlicher Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (Heilpraktiker für Psychotherapie) 2005 Erscheinen des ersten Buches 2006 - 2008 Aufbau der Drogenabteilung in der “Fachklinik am Kyffhäuser“, Kelbra Arbeit als Gruppentherapeut vor allem im Bereich der Persönlichkeitsstörungen (z.B. Borderline), aber auch Psychosen und Neurosen seit 2009 Aufbau der eigenen Praxis in Leipzig. Zwischenzeitlich freier Mitarbeiter im Institut für Systemisch-Integrative Therapie und Beratung in Essen, außerdem Erscheinen des zweiten Buches 2013 Erweiterung der Praxis zu einer Praxisgemeinschaft zusammen mit Dipl.-Psych. Tabea Plötz

Wulf Mirko Weinreich
Der Autor (Jahrgang 59) gründete 1985 ein Selbsterfahrungs- und Meditationszentrum in Leipzig. In den 90ern lebte er mehrere Jahre in verschiedenen spirituellen Zentren und erkundete mit Hilfe verschiedener Lehrer und Methoden den eigenen Innenraum. Er ist Diplom-Psychologe und studierte außerdem Religionswissenschaft, Ethnologie und Sinologie. Als Therapeut arbeitet er vor allem mit Methoden der Humanistischen, Systemischen und Transpersonalen Psychotherapie sowie spirituellen Methoden. 2005 erschien das Buch „Integrale Psychotherapie”, das den Heiligenfelder Forschungspreis des DKTP erhielt. Seitdem hält er verstärkt Referate und Vorlesungen zu integralen Themen. Zuletzt war er maßgeblich am Aufbau der Drogenabteilung in der „Fachklinik am Kyffhäuser” beteiligt und arbeitete dort als Gruppentherapeut. Seit 2009 arbeitet er in eigener Praxis in Leipzig.