Justiz als gesellschaftliches Über-Ich

Zur Position der Rechtsprechung in der Demokratie

  • Suhrkamp
  • Softcover
  • 266 Seiten
  • 1. Originalausgabe
  • 175 mm x 106 mm x 20 mm
  • Erscheinungsdatum: 11.03.2018
  • Artikelnummer 978-3-518-29829-9

Softcover

lieferbar innerhalb von 3-4 Werktagen
Auf den Merkzettel

Mit den hier versammelten Texten zielt Ingeborg Maus auf ein Paradox der Demokratie: Einerseits setzen die Bürger großes Vertrauen in die Justiz, insbesondere das Verfassungsgericht, während das Parlament am unteren Ende der Vertrauensskala rangiert. Wenn aber Verfassungsnormen in unbestimmte »Werte« aufgelöst werden, die es erlauben, auch verfassungskonforme Gesetze auszuhebeln, erscheint das Gericht andererseits als Kontrahent der Volkssouveränität. Die Kritik dieser juristischen Praxis, die heute auch auf EU-Ebene zu beobachten ist, wird ergänzt durch einen Rückblick auf Methoden der NS-Justiz.

Ingeborg Maus
Ingeborg Maus ist emeritierte Professorin für politische Theorie und Ideengeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.