kollektiv neurotisch

Warum die westlichen Gesellschaften therapiebedürftig sind

  • Dietz, J H
  • 141 Seiten
  • Paperback
  • Format: 188 mm x 126 mm x 17 mm
  • Erscheinungsdatum: 20.03.2017
  • Artikelnummer 978-3-8012-0496-9

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Sind die westlichen Gesellschaften neurotisch? Christian Kohlross, psychotherapeutischer Coach und Kulturwissenschaftler, bejaht das und unterzieht sie einer psychologischen Analyse. Längst haben Persönlichkeitsstörungen auch von großen Gruppen und Kulturkreisen Besitz ergriffen. Die alarmierende Diagnose dieses Buchs: Narzissmus, Depression, Zwang und Hysterie sind Symptome einer akuten Kollektivneurose, die Europa und die westliche Welt fest im Griff hat. Am Schluss des Buchs skizziert Christian Kohlross mögliche Wege, diesen destruktiven Seelenlagen politisch und sozial zu begegnen.
Die tiefere Ursache dieses kollektiven Krankheitsbildes sieht Kohlross in unserer totalen Visionslosigkeit. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche, das Ende der Utopien auf dem Scheiterhaufen des Neokapitalismus - sie haben das Gemeinschaftsgefühl zerstört, soziale und politische Bindungen aufgelöst und den Individuen die Hoffnung auf die Zukunft genommen. Politik beeinflusst solche Zustände, steht dem Problem aber rat- und konzeptionslos gegenüber. In einer demokratischen Gesellschaft muss sich das ändern! Sonst verspielen wir unsere Zukunft.

Christian Kohlross
Christian Kohlross, geb. 1963, PD Dr., Kulturwissenschaftler an der Universität Mannheim, mehrere Gastprofessuren (u. a. Walter Benjamin Chair, Hebräische Universität, Jerusalem), Dozent in der Psychotherapiefortbildung sowie psychotherapeutisch tätig in eigener Berliner Praxis.