Sturzgeburt

Streitgespräch zur deutschen Einheit

  • Das Neue Berlin
  • 224 Seiten
  • Softcover
  • Format: 21,0 cm x 12,5 cm
  • Erscheinungsdatum: 17.08.2015
  • Artikelnummer 978-3-360-02199-1

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Auf den Merkzettel

Vor 25 Jahren wurde die staatliche Einheit Deutschlands hergestellt. Der Bundespolitiker Oskar Lafontaine (damals SPD) wollte sie, der DDR-Politiker Peter-Michael Diestel (DSU/CDU) ebenfalls. Lafontaine jedoch hatte dabei anderes im Sinn als die regierenden Bonner Christdemokraten, und Diestel, der als Vize-Premier der DDR deren Kurs aktiv mittrug, sah erst später manches anders. Der einstige West- und der ehemalige Ostpolitiker betrachten nun nach einem Vierteljahrhundert die Vereinigung und vornehmlich deren Folgen, an denen die Deutschen noch heute zu tragen haben. In vielen Aspekten sind sie sich einig, in manchen Fragen gehen ihre Auffassungen unverändert auseinander. Ihr Streit über die Bilanz macht die Grundprobleme aktueller Politik sichtbar - und ist zugleich eine anregende Lektüre.

Peter-Michael Diestel
Peter-Michael Diestel, geboren 1952, promovierter Anwalt, Mitbegründer der DSU, 1990 DDR-Innenminister und Vize-Premier. Er war Abgeordneter und Oppositionsführer im Brandenburger Landtag von 1990 bis 1992. Seit 1993 betreibt Diestel eine Anwaltskanzlei mit Hauptsitz in Zislow (Mecklenburg-Vorpommern).

Oskar Lafontaine
Oskar Lafontaine, Jahrgang 1943, tritt 1966 in die SPD ein. Ab 1976 ist er Oberbürgermeister von Saarbrücken, ab 1985 Ministerpräsident des Saarlands. Im März 1990 wird er von der SPD zum Kanzlerkandidaten für die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl nominiert. Nach der Wahlschlappe im Dezember 1990 verzichtet er auf den Fraktions- und Parteivorsitz und zieht sich ins Saarland zurück. Im Bundestagswahlkampf 1994 gehört er mit Kanzlerkandidat Rudolf Scharping und Gerhard Schröder zur Führungstroika der SPD. Nach einer kämpferischen Rede auf dem SPD-Parteitag in Mannheim 1995 entreißt er Scharping den Parteivorsitz. Als Schröder im März 1998 die Niedersachsenwahl gewinnt, erklärt Lafontaine ihn zum Kanzlerkandidaten der SPD. Am 27. Oktober 1998 wird Lafontaine Finanzminister im Kabinett Schröder, am 11. März 1990 tritt er von allen politischen Ämtern überraschend zurück. Er ist Mitbegründer der WASG / Linkspartei. Seine Bücher »Das Herz schlägt links« und »Die Wut wächst« wurden Bestseller. Wenn Sie Oskar Lafontaine als Redner buchen möchten, kontaktieren Sie bitte die Econ Referenten-Agentur.