Und das ist erst der Anfang

Deutschland und die Flüchtlinge

  • ROWOHLT Taschenbuch
  • 352 Seiten
  • Softcover
  • Format: 215 mm x 137 mm x 31 mm
  • Erscheinungsdatum: 04.12.2015
  • Artikelnummer 978-3-499-63184-9

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60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Ein kleiner Prozentsatz davon macht sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. Sie kommen aus Syrien, Eritrea, dem Irak, vom Balkan. Sie kommen aus verwüsteten Ländern, aus armen Ländern, und viele werden bleiben. Wohin sollten sie zurück?
Experten und Expertinnen informieren in diesem Buch über Fluchtursachen, die Wege der Flüchtlinge, die Situation in Deutschland und diskutieren die dringlichsten Fragen: Warum kommen gerade jetzt so viele Flüchtlinge? Wie verändern sie dieses Land? Wie muss Europa auf die Herausforderung reagieren? Der Band gibt Orientierung und Hintergrundwissen zu einer Entwicklung, die wie keine andere die Politik und das Leben im 21. Jahrhundert prägen wird.

Mit Beiträgen von: Mohamed Amjahid, Stefan Buchen, Daniela Dahn, Pauline Endres de Oliveira, Naika Foroutan, Patrick Gensing, Gabriele Gillen, Kristin Helberg, Saskia Hödl, Jawad, Hasnain Kazim, Martin Lilkendey, Harald Löhlein, Norbert Mappes-Niediek, Peter Müller, Herfried Münkler, Bahman Nirumand, Jochen Oltmer, Bernd Parusel, Maximilian Popp, Heribert Prantl, DuSan Reljic, Anja Reschke, Simone Schmollack, Thomas Straubhaar und Ingo Werth.

Für jedes verkaufte Buch geht ein Euro an die Flüchtlingshilfe.

Dieser Band ist eine Bereicherung und eine Hilfe für die öffentliche Debatte.

Anja Reschke
Anja Reschke ist Journalistin. Seit 2001 moderiert sie das ARD-Magazin Panorama und das NDR Medienmagazin ZAPP. Außerdem präsentiert sie kurze Einblicke in die Welt der Forschung bei Wissen vor acht – Zukunft in der ARD. 2015 wurde sie Leiterin der Abteilung Innenpolitik beim NDR, zu der auch Panorama und Zapp gehören. Sie sprach 2015 einen vielbeachteten Tagesthemen-Kommentar gegen Fremdenhass und wurde Journalistin des Jahres. 2016 wurde sie für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. 2018 wurde sie mit dem Hanns Joachim Friedrichs Preis ausgezeichnet für «Haltung ohne Arroganz, Toleranz ohne Beliebigkeit und Stehvermögen ohne Sturheit.»

Daniela Dahn
Daniela Dahn, geboren in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und war Fernsehjournalistin. 1981 kündigte sie und arbeitet seitdem als freie Schriftstellerin und Publizistin. Sie war Gründungsmitglied des «Demokratischen Aufbruchs» und hatte mehrere Gastdozenturen in den USA und Großbritannien. Sie ist Trägerin unter anderem des des Fontane-Preises, des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Luise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises. Bei Rowohlt sind bislang elf Essay- und Sachbücher erschienen, zuletzt «Wir sind der Staat!» (2013).

Naika Foroutan
Manuela Bojadžijev ist Juniorprofessorin für Globalisierte Kulturen an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg und Beauftragte des BIM-Vorstands für internationale Kooperationen. Sie gehörte 1997 zu den Mitbegründer*innen von Kanak Attak. Migrantische Kämpfe sind seit jeher Schwerpunkt ihres Forschungsinteresses. Aktuell konzentriert sie sich auf die Frage, wie die heterogenen Akteur*innen der Arbeitsmigration den infrastrukturellen Ausbau und die logistische Reorganisation des europäischen Grenzregimes beeinflussen.

Patrick Gensing
Patrick Gensing, geboren 1974, lebt in Hamburg. Er arbeitet als Buchautor, Journalist und Nachrichtenredakteur und wurde mit dem „Alternativen Medienpreis“ sowie dem „Axel-Springer-Preis für junge Journalisten“ ausgezeichnet. Gensing beschäftigt sich bei seiner journalistischen Arbeit vor allem mit Phänomenen wie Antisemitismus und Rassismus. Er tritt regelmäßig als Experte im Fernsehen sowie Hörfunk auf und schreibt für verschiedene Medien. „Rechte Hetze im Netz“ ist Gensings erstes E-Book, zuvor veröffentlichte er drei Bücher: „Angriff von rechts“, dtv 2009; „Terror von rechts“, Rotbuch 2011 sowie „Der Präventivstaat“, Edition Lingen 2013.Patrick-Gensing.InfoTwitter.com/patrickgensing

Gabriele Gillen
Geboren 1958, hat Politik, Theaterwissenschaften und auch einige Semester Medizin studiert. Ausbildung an der „Kölner Schule - Institut für Publizistik. Redakteurin bei der Westfälischen Rundschau und seit 1987 Redakteurin für Politik und Kultur beim Westdeutschen Rundfunk. 1983 Journalistenpreis der IG Druck und Papier für eine Serie über den Nationalsozialismus. Projekte u.a.:„Zur Wahl: Menschenrechte“. Gala im Kölner Schauspielhaus (1998)„Heimatfront. Ein Abend zur Stärkung der Kampfmoral“ (Köln 2002)„Stupid White Men“. Szenische Lesung. Bearbeitung und Regie (2003)Veröffentlichungen u.a.:„Anschluss verpasst. Armut in Deutschland“, „Tanz auf dem Vulkan. Geschichten über Gewalt“ (beide Bücher gemeinsam mit Michael Möller); „Zukunft der Arbeit. Zukunft der Demokratie (hrsg. beim WDR); „Die Praxis des Gesundheitswesens“ und „Brief an eine ostdeutsche Freundin“ (Beiträge für „In einem reichen Land. Zeugnisse alltäglichen Leidens an der Gesellschaft, hrsg. von Daniela Dahn, Günter Grass und Johano Strasser, Steidl Verlag); „Hartz IV. Eine Abrechnung“ (Rowohlt 2004); „Wir hatten die Wahl. Erste Rückblicke auf unsere nächste Regierung“ (Hrsg., Rowohlt 2005)

Kristin Helberg
Kristin Helberg, geb. 1973, gilt als eine der besten Syrien-Kennerinnen im deutschsprachigen Raum. Sie studierte Politikwissenschaften und Journalistik in Hamburg und Barcelona. Nach einigen Jahren beim NDR ging sie 2001 nach Damaskus, wo sie lange Zeit die einzige offiziell akkreditierte westliche Korrespondentin war. Bis 2008 berichtete sie von Syrien aus über die arabische und islamische Welt für die Hörfunkprogramme der ARD, den ORF und das Schweizer Radio und Fernsehen SRF sowie verschiedene Print- und Onlinemedien. Heute arbeitet sie als freie Journalistin und Nahostexpertin in Berlin. Seit 2019 befasst sie sich als Fellow der Mercator-Stiftung in Berlin mit der neuen syrischen Diaspora in Deutschland.

Hasnain Kazim
Hasnain Kazim ist gebürtiger Oldenburger und Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer. Er wuchs im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, und in Karatschi in Pakistan auf, studierte Politikwissenschaften und schlug eine Laufbahn als Marineoffizier ein. Er liebt Grünkohl und Curry, aber nicht zusammen. Das journalistische Handwerk lernte er im Schwäbischen, bei der »Heilbronner Stimme«, schrieb unter anderem für das dpa-Südasienbüro in Delhi und von 2004 bis 2019 für den SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE, die meiste Zeit davon als Auslandskorrespondent in Islamabad, Istanbul und Wien. Für seine Arbeit wurde er mit diversen Preisen ausgezeichnet, darunter dem »CNN Journalist Award«. Er lebt als freier Autor nach wie vor in der österreichischen Hauptstadt und hat mehrere Bücher veröffentlich, darunter »Grünkohl und Curry«, »Plötzlich Pakistan« und »Krisenstaat Türkei«. Das Taschenbuch »Post von Karlheinz« (2018), das seine Dialoge mit wütenden Lesern versammelt, stand viele Wochen auf der Bestsellerliste.

Norbert Mappes-Niediek
Jahrgang 1953; lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa in der Steiermark/Österreich, 1994/95 Berater des UNO-Sonderbeauftragten für das ehemalige Jugoslawien, Yasushi Akashi. Er schreibt u.a. für Frankfurter Rundschau, Standard (Wien) und NRC Handelsblad (Rotterdam).

Herfried Münkler
Herfried Münkler, geboren 1951, ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Viele seiner Bücher gelten als Standardwerke, etwa «Die Deutschen und ihre Mythen» (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sowie «Der Große Krieg» (2013), «Die neuen Deutschen» (2016) und «Der Dreißigjährige Krieg» (2017), die alle monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste standen. Herfried Münkler wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung und dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship.

Bahman Nirumand
Bahman Nirumand, geboren 1936 in Teheran, studierte in Deutschland und promovierte über Brecht. In die Heimat zurückgekehrt, musste er 1965 vor dem Schah-Regime fliehen, Ende der 70er Jahre ein zweites Mal vor der Diktatur der Mullahs. Er hat eine wichtige Rolle beim Aufbau der demokratischen Opposition erst gegen den Schah und dann gegen Chomaini gespielt. Nirumand lebt als Journalist, Schriftsteller und Übersetzer in Berlin.

Jochen Oltmer
Prof. Dr. phil. habil. Jochen Oltmer, geb. 1965, ist apl. Professor für Migrationsgeschichte und Mitglied des Vorstands des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er arbeitet zu deutschen, europäischen und globalen Migrationsverhältnisse in Vergangenheit und Gegenwart, leitet mehrere Forschungsprojekte und ist Mitglied zahlreicher Beiräte, insbesondere von Museen und Ausstellungsprojekten.

Heribert Prantl
Heribert Prantl, geboren 1953, ist Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, Chef der innenpolitischen Redaktion, Honorarprofessor für Rechtswissenschaft an der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld, politischer Publizist, gelernter Richter und Staatsanwalt. Für seine Veröffentlichungen wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Geschwister-Scholl-Preis, dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik und mit dem Erich-Fromm-Preis. Zuletzt erschienen: „Kein schöner Land“ (2005), „Der Terrorist als Gesetzgeber“ (2008) und „Der Zorn Gottes“ (2011).