Was COVID-19 mit der ökologischen Krise, mit dem Raubbau an der Natur und dem Agrobusiness zu tun hat

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  • Softcover
  • 207 Seiten
  • Format: 205 mm x 136 mm x 22 mm
  • Erscheinungsdatum: 28.07.2020
  • Artikelnummer 978-3-89438-738-9

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Seitdem Menschen sesshafte Landwirtschaft betreiben, kommt es immer wieder zu tödlichen Epidemien. Aber warum nehmen diese Infektionen heute die Form weltweiter Pandemien an, so wie es bei COVID-19, SARS, MERS oder der Vogelgrippe der Fall war? Warum häufen sie sich - und was lässt sich dagegen unternehmen? Der US-amerikanische Biologe Rob Wallace erklärt, wie Pandemien entstehen und warum sie sich global ausbreiten. In seiner Analyse berücksichtigt er die evolutionäre Dynamik der Krankheitserreger ebenso wie die gegenwärtigen ökologischen und ökonomischen Strukturen. So skizziert er eine politische Virologie, die den »Eigensinn der Mikroben« ebenso berücksichtigt wie Freihandelsverträge, Tierzuchtmethoden und die Eigentumsverhältnisse. Die Ursache von COVID-19 sieht er in weltweit schwindender Biodiversität, Landübernutzung und Massentierhaltung, kurz: im herrschenden kapitalistischen Nahrungsregime. Und solange der ökologische Raubbau anhält, erklärt Rob Wallace, werden Epidemien außer Kontrolle geraten.

»Ganzheitliche, radikale Wissenschaft von den Frontlinien des Kampfes gegen auftauchende Seuchen. Mit dem Weitwinkel der Politischen Ökologie betont Rob Wallace die ­zentrale Rolle des Agrobusiness und der Fast-Food-Industrie für die Entwicklung von Pandemien, die unseren gesamten Planeten bedrohen. Ein Meilenstein.«
Mike Davis, Autor von City of Quartz und Planet der Slums

»Das Buch zieht wichtige Verbindungen zwischen ­industrieller Landwirtschaft, Umweltzerstörung und Virus-­Epidemien. Wallace verknüpft gekonnt die politische ­Analyse von bio­logischen mit ökonomischen Phänomenen, um die Bedeutung von geographischen Orten, Kapital und Macht rund um die Dynamiken von Seuchenausbrüchen zu erklären.«
Adia Benton, Northwestern University, Evanston/Chicago

Matthias Martin Becker
Matthias Martin Becker, Jahrgang 1971, arbeitete als Kraftfahrer, Produktionshelfer, Call-Center-Agent, Altenpfleger und Heimerzieher. Mittlerweile ist er als Übersetzer und Wissenschaftsjournalist tätig. Er lebt in Berlin und erstellt regelmäßig Beiträge unter anderem für den Deutschlandfunk und das Magazin konkret. 2010 erschien sein Buch "Datenschatten – Auf dem Weg in die Überwachungsgesellschaft?", 2014 bei Promedia "Mythos Vorbeugung – Warum Gesundheit sich nicht verordnen lässt und Ungleichheit krank macht".