Zwischen Globalismus und Demokratie

Politische Ökonomie im ausgehenden Neoliberalismus

  • Suhrkamp Verlag AG
  • 538 Seiten
  • Format: 215 mm x 135 mm
  • Erscheinungsdatum: 18.07.2021
  • Artikelnummer 978-3-518-42968-6

Hardcover

Neuerscheinung / Neuauflage Juli 2021 - vorbestellbar
Auf den Merkzettel

»Wolfgang Streeck ist der Polanyi unserer Zeit.« Perry Anderson

In der Hochphase des Neoliberalismus galt die Globalisierung als unvermeidlich und die umverteilende Demokratie als überholt. Wachsender Wohlstand für alle war das Versprechen, wachsende Unfähigkeit, die kapitalistische Ungleichheitsmaschine zu bändigen, ist das Ergebnis. Taumelnde Volksparteien, schrumpfende Gewerkschaften sowie grassierende Zweifel an der Leistungsfähigkeit demokratischer Institutionen sind die eine Folge dieser Entwicklung. Die andere sind Bewegungen wie die »Gelbwesten« sowie neue Parteien an den Rändern des politischen Spektrums. Längst hat in vielen Ländern ein Tauziehen um die politische Ordnung begonnen, das die Gesellschaften zu zerreißen droht.Angesichts dieser Situation ist die Zeit reif für eine grundlegende Entscheidung, sagt Wolfgang Streeck in seinem fulminanten neuen Buch. Soll es mit dem Umbau des Staatensystems weitergehen wie gehabt, das heißt in Richtung einer noch stärkeren überstaatlichen Zentralisierung? Oder wäre der Weg in eine moderne, auf friedliche Kooperation ausgerichtete »Kleinstaaterei« die bessere Lösung? Mit dem Ziel einer Neubegründung demokratischer Politik vor Augen fällt sein Votum eindeutig aus: für den zweiten Weg, auch und gerade in Europa. Denn schon die EU, wie wir sie kennen, ist Streeck zufolge nicht demokratisierbar.

Wolfgang Streeck
Wolfgang Streeck, geboren 1946 in Lengerich, ist Soziologe. Von 1995 bis 2014 war er Direktor am Max-Planck- Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Seine Forschungsgebiete sind vergleichende politische Ökonomie und Theorien institutionellen Wandels. Er schreibt regelmäßig für die New Left Review.