Beschreibung
Mit einer Coronalogie von Dennis Kaltwasser und einer Tagesspiegel-Anamnese von Dietrich Brüggemann
Die Aktion #allesdichtmachen hat das Land verändert. Nach dem letzten Aprilwochenende 2021 kannte jeder den Preis für öffentliche Kritik an der Corona-Politik: Kotau oder Ausgrenzung bis zum De-facto-Berufsverbot. Dieses Buch setzt den Beteiligten ein Denkmal. Jedes der 53 Videos wird dokumentiert, analysiert und in den Kontext einer Coronalogie gestellt, die mit der Schweinegrippe beginnt und so auch das festhält, was 2020 für viele aus heiterem Himmel kam. Das Denkmal selbst steht auf einem soliden Fundament. Drei Texte fragen nach den Funktionen von Kunst, Satire und Protest und drei spiegeln das Echo in den Leitmedien – die Fratze eines Journalismus, der sein Gesicht verloren hat.
über die Autoren
Carsten Gansel
Carsten Gansel, geboren 1955, seit 1995 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Gießen. Er arbeitete unter anderem zu Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Hans Werner Richter, Otfried Preußler, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann und Erwin Strittmatter. Als Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen verantwortete er u. a. die Neuausgabe von Heinrich Gerlachs »Durchbruch bei Stalingrad« (2016), die international für Aufsehen sorgte. Er ist Vorsitzender der Jury zur Verleihung des Uwe-Johnson-Literaturpreises sowie des Uwe-Johnson-Förderpreises und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Er lebt in Neubrandenburg.
Michael Meyen
Michael Meyen, Jahrgang 1967, hat als Journalist bei der Leipziger Volkszeitung und beim Radio begonnen. Seit 2002 ist er Professor für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuletzt erschienen von ihm »Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand«, »Das Elend der Medien: Schlechte Nachrichten für den Journalismus« sowie der Spiegel-Bestseller »Die Propaganda-Matrix: Der Kampf für freie Medien entscheidet über unsere Zukunft«.