Der Fall Ulrike Guérot

Versuche einer öffentlichen Hinrichtung

  • Westend
  • Softcover
  • 96 Seiten
  • 1. Auflage
  • 21,5 cm x 13,5 cm
  • Erscheinungsdatum: 08.01.2024
  • Artikelnummer 978-3-86489-450-3

Softcover

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Wissenschaftsfreiheit adé?

Wer die zum Teil mit großem, ja exzessivem Eifer vorgebrachten Anwürfe an Ulrike Guérot einordnen will, sollte deren politischen Hintergrund kennen: In einer prominenten Talk-Show- Sendung sprach sich Ulrike Guérot ungeheuerlicherweise dafür aus, dass Diplomatie und Politik vor allem darauf abzielen sollten, die Möglichkeit nach Friedensverhandlungen im aktuellen Krieg in und um die Ukraine auszuloten. Am Tag nach der Ausstrahlung der Sendung wurden mit zunehmenden Verfolgungseifer Plagiatsvorwürfe laut, obwohl ihr Buch "Wer schweigt, stimmt zu" seit dem frühen Frühjahr auf dem Markt und allgemein erhältlich war, wochenlang die Spiegelbestellerliste in oberen Rängen besuchte und in etlichen Medien besprochen wurde. Angebote von Frau Guérot an Kritiker , sich zu einem Austausch, öffentlich oder nichtöffentlich, zu treffen, wurden ausgeschlagen, die Universität Bonn versucht aktuell Ulrike Guérot vom universitären Betrieb zu entfernen.
Der vorliegende Band zeichnet diese Geschehnisse nach. Klar wird: Wer stört - wird mundtot gemacht. Wehren wir diesen Anfängen.

Heike Egner
Heike Egner, geboren 1963 in Heidelberg, ist Geographin, freie Wissenschaftlerin und Mediatorin. Sie absolvierte ein Studium der Publizistik, Politikwissenschaft und Geografie in Mainz, wo auch ihre Promotion und Habilitation in Geografie erfolgten. Egner besetzte Vertretungs- und Gastprofessuren in Frankfurt am Main, Kassel, München, Wien, und Innsbruck. Von 2010 bis 2018 war sie Universitätsprofessorin für Geografie und Regionalforschung an der Universität Klagenfurt, wo sie 2018 überraschend entlassen wurde.

Anke Uhlenwinkel
Anke Uhlenwinkel, geboren 1963 in Bremen, ist seit 2021 Universitätsprofessorin für Didaktik der Geografie und Wirtschaftskunde an der Paris Lodron Universität Salzburg. Sie absolvierte ein Studium der Geografie, Anglistik, Politik und Pädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen. Ihre Promotion und Habilitation erfolgten an der Universität Bremen. Ab 2008 besetzte sie eine Professur für Geografiedidaktik an der Universität Potsdam, wo sie 2013 mithilfe eines im Hochschulgesetz nicht kodifizierten Verfahrens nicht entfristet wurde.

Gabriele Gysi
Gabriele Gysi ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. Sie wurde 1946 in Berlin als Tochter der kommunistisch-jüdischen Verleger Klaus und Irene Gysi geboren. Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin. Anschließend wurde sie an die Volksbühne Berlin engagiert. 1984 verließ sie die DDR und wechselte das Engagement an das Stadttheater Bochum. Ab 1990 lebte sie in Köln. Nach ihrer Schauspieldirektion am Volkstheater Rostock und vielen Regiearbeiten an verschiedenen Theatern und Schauspielschulen zwischen Bern und Lübeck kehrte sie 2006 als Assistentin der Intendanz und spätere Chefdramaturgin an die Volksbühne zurück. Seit 2010 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.

Roberto J. De Lapuente
Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb von 2008 bis 2016 den Blog "ad sinistram". Er ist Mitherausgeber des Weblogs "Neulandrebellen" und seit 2012 regelmäßiger Kolumnist beim Neuen Deutschland. De Lapuente hat eine Tochter und wohnt mit seiner Lebensgefährtin in Frankfurt.

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