Meine schönsten Skandale

Von Ruf- und anderen Morden

  • Das Neue Berlin
  • Softcover
  • 256 Seiten
  • 1. Auflage
  • 21,0 cm x 12,5 cm
  • Halbtonbilder, Schwarzweiß
  • Erscheinungsdatum: 15.10.2019
  • Artikelnummer 978-3-360-01353-8

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Von einem, der sich nicht unterkriegen lässt - Diether Dehm über seine Skandale
Das Internet vergisst weder noch entgeht ihm etwas. Diether Dehm weiß das nur zu gut und bezeichnet die Medien und Wikipedia als modernen Pranger, an den er immer wieder zu Unrecht gestellt wird. Mittlerweile könnte Dehm ganze Bände mit eigenen Skandalen füllen, belässt es aber (erst einmal) bei den »allerschönsten und -lustigsten«. Dabei begnügt sich der Politiker keineswegs mit einem simplen Dementi der gegen ihn bestehenden Vorwürfe, die sich im Laufe seiner Karriere bei den Falken, in der SPD, PDS und bei den Linken angesammelt haben und von DDR-Spion und Antisemit bis hin zu Beihelfer für RAF-Terroristen und Mörder reichen. Stattdessen gibt Dehm, gewohnt provokant und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, Insider-Einblicke in die Funktionsweise der deutschen Politik sowie Medien und deren Hang zur systematischen Skandalisierung. Doch haben seine Anekdoten »nicht das Geringste von einer Klagemauer«. Vielmehr plädiert Dehm dafür, den Blick zu schärfen und die Verbreitung vermeintlicher Fakten über die eigene Person nicht einfach hinzunehmen - und versäumt hierbei nicht zuzugeben, den einen oder anderen Skandal bewusst provoziert zu haben, wohlgemerkt immer als Mittel zum Zweck. Auf diese Weise gelingt es ihm, die ihm zugeschriebene Täterrolle abzulegen, ohne dabei die des Opfers einzunehmen, entlarvt er doch feurig-konsequent den Skandal der Skandalisierungen seiner Person - womit sein Wikipedia-Eintrag um einen Skandal reicher werden dürfte.

Diether Dehm
Diether Dehm, geb. 1950 in Frankfurt a. M., Autor, Komponist, promovierter Psychosomatiker; siebzehn Jahre Mitglied des Bundestages für SPD und Linkspartei. 1979–1995 Mitarbeiter der Unterhaltungsabteilungen von ARD, ZDF und RTL; Musikverleger, Sänger von 17 Schallplatten und CDs (zuletzt: „Dass ein gutes Deutschland blühe!“, Alte und neue Arbeiterlieder). Er schrieb rund sechshundert Lieder auf Tonträgern, darunter Hits wie „1000mal berührt“, „Was wollen wir trinken“, „Monopoli“, „Faust auf Faust (Schimanski)“ und „Das weiche Wasser“, u. a. für Klaus Lage, Bots, Joe Cocker, Curtis Stigers, Melanie Thornton, Katarina Witt, Ute Lemper, Gisela May, Udo Lindenberg, Zupfgeigenhansel, Heinz Rudolf Kunze, Christopher Cross, STOMP, Anne Haigis, Uwe Steimle, Reiner Kröhnert. Für Dieter Hallervorden schrieb er diverse Satiren und Texte (z.B. Gaza Gaza). Daneben: diverse Musicals und Theaterstücke. Bisherige Romane: „Die Seilschaft“ (2004), „Bella ciao“ (2007, deutsch, englisch, türkisch), „REBECCA – Aufstieg und Niedertracht Bd. 1“ (2025).

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