Beschreibung
Als eine »Art Resümee meiner bisherigen schriftstellerischen Arbeit« betrachtete Leonardo Sciascia diese dreizehn sizilianischen Geschichten. Und in der Tat sind sie nicht nur literarische Meisterstücke; sie entführen den Leser in die Welt dieser Sehnsuchtsinsel, machen ihn mit den blutigen Regeln der Scheidung auf Sizilianisch bekannt, mit dem männlichen Ehrenkodex in Fragen weiblicher Treue, sie erläutern den tieferen Sinn des Wortes »Familienbande« anhand der Diktatur der Kinder einer vierköpfigen Familie während einer Zugfahrt, und sie erzählen davon, wie einer mit einem ehrlichen Gesicht die Armen noch um ihr Letztes bringt.
über die Autoren
Leonardo Sciascia
Leonardo Sciascia, geboren 1921 in Racalmuto/Sizilien, gestorben 1989 in Palermo, arbeitete nach seinem Studium der Literatur bis 1957 als Volksschullehrer. Etliche von Sciascias vielfach preisgekrönten Romanen wurden mit großem Erfolg verfilmt. Werkauswahl: Der Tag der Eule (1961, dt. 1964; AtV 2000), Der Abbé als Fälscher (1963, dt. 1967), Jedem das Seine (1966, dt. 1968 unter dem Titel Tote auf Bestellung; AtV 2001), Der Zusammenhang. Eine Parodie (1971; dt. 1974 unter dem Titel Tote Richter reden nicht), Der Ritter und der Tod/Ein einfacher Fall (1988, dt. 1990) sowie etliche Erzählungen und Essays.
Vagt Sigrid
Catherine Millet, geboren 1948 in Bois-Colombes, lebt in Paris als Kunsthistorikerin und Chefredakteurin des avantgardistischen Kunstmagazins „Art Press“. Zu ihren Veröffentlichungen zählen etliche Bücher und Essays über zeitgenössische Kunst. 2001 erschien ihr autobiographischer Roman Das sexuelle Leben der Catherine M., der weltweit übersetzt wurde und Millionenauflagen erreicht hat.
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