Beschreibung
Der Zionismus begann mit einer Lüge - mit einem der größten Betrugsmanöver der Weltgeschichte. Palästina wurde als ein Land dargestellt, das auf jüdische Einwanderung wartete. "Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land" wurde zum wirkmächtigen Mythos einer Bewegung, die die dort lebende Bevölkerung ausblendete. Aus dieser Erzählung erwuchs eine kolonialistische und auf ethnischer Abgrenzung beruhende Ideologie, die schließlich zur Legitimation des Staates Israel herangezogen wurde. Obwohl der Mythos früh als solcher erkennbar war, entfaltete er eine ungeheure Wirkung. Seine Folgen reichen bis in unsere Gegenwart.
über die Autoren
Abraham Melzer
war ein leidenschaftlicher Buchhändler und Verleger. 1908 in Galizien geboren, floh er 1918 nach Berlin und 1933 vor den Nazis nach Palästina. Er hielt es nur drei Jahre dort aus und kehrte 1936 nach Europa zurück und ließ sich in Paris nieder. 1939 erwischte ihn der Krieg in Warschau, er floh Richtung Osten, wo die Russen ihn gefangen nahmen und als deutschen Spion für 10 Jahre Haft in Sibirien verurteilen ließen. Nach dem Krieg wanderte er 1948, inzwischen mit Frau und zwei Söhnen, zum zweiten Mal nach Israel ein, wo
er bis 1958 blieb und danach nach Deutschland zurückkehrte. Er starb 1984 und wurde in Darmstadt beerdigt.