Ku¿nstliche Intelligenz: eine Technologie, die von Tag zu Tag mehr in Massenprodukte einfließt und zum wichtigsten Markt im digitalen Kapitalismus wird. Doch was ist eigentlich Intelligenz, und ist das ein adäquater Begriff fu¿r Software, deren Reaktionen wir intuitiv fu¿r »intelligent« halten und damit grosses Vertrauen schenken? Wie »lernen« Algorithmen? Lassen sich ihre Schlussfolgerungen verstehen oder kontrollieren?
Im politischen Kontext stellt sich die Frage, wem die Algorithmen und Daten, die Produktionsmittel der KI-Ökonomie, gehören, wer sie kontrolliert und wer die Verantwortung fu¿r ihre Entscheidungen trägt. Wenn Ku¿nstliche Intelligenz bei Kreditverträgen, Jobvergabe, der Höhe von Versicherungsbeiträgen und sogar bei der Rechtsprechung Einfluss nimmt, wenn Sprachassistenten unseren Alltag ständig begleiten, was bedeutet das fu¿r den Einzelnen? Wenn globale Unternehmen mit KI Geld verdienen, was bedeutet das fu¿r die Gesellschaft? Timo Daum liefert eine konzise linke Kritik mit politischen Perspektiven.
Timo Daum ist Universitätsdozent und Autor. Bis 2025 lehrte er am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Wien »Politische Ökonomie der Daten«. Er ist Dissertationsstipendiat der Rosa Luxemburg Stiftung. Sein Buch »Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie« erhielt den Preis Das politische Buch 2018 der Friedrich-Ebert-Stiftung. 2019 und 2020 erschienen »Die künstliche Intelligenz des Kapitals und Agiler Kapitalismus«, zuletzt »Big Data China. Technologie – Politik – Regulierung« (Mandelbaum 2023). Timo Daum lebt in Wien und Berlin.
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