DER GOLDENE FRÜHLING

  • ZEIS Verlag
  • 328 Seiten
  • Paperback
  • Erscheinungsdatum: 01.10.2019
  • Artikelnummer 978-3-947430-56-7

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Die fiktive Geschichte führt den Leser auf eine spannende Reise durch zwei Zeitebenen: Zufällig findet ein junger Abenteurer am Ende des 19. Jahrhunderts Zugang in die tiefsten Strukturen der zehntausende Jahre alten Kultur der australischen Aborigines, kurz bevor diese von den Kolonialisten im Goldrausch vernichtet wird. Anderthalb Jahrhunderte später, im Jahre 2038, während die Zivilisation einem selbstverursachten ökologischen Kollaps gegenübersteht und nach einer Rettung sucht, entdeckt man Aufzeichnungen des jungen Mannes, die er damals unter Anleitung seiner Gastgeber angefertigt hatte, um die zivilisierte Menschheit aufzuklären.

Im Mittelpunkt steht dabei stets das Verhältnis zu den anderen Lebewesen und insbesondere zu den anderen Tieren. Die australischen Ureinwohner hatten den entscheidenden Schlüssel für die geistige Gesundheit und folglich die eigene Überlebensfähigkeit sehr konkret erkannt und ihre wichtigsten Rituale auf diesen ausgerichtet. Schon den Kindern vermittelte man eine feste Haltung, in der sie die anderen Tiere auf gleicher Augenhöhe wahrnahmen. Das Töten anderer Lebewesen zum echten Zwecke der Nahrungsbeschaffung stellte dabei nie ein Problem dar - solange diese genauso frei waren wie sie selbst.

Da die Aufzeichnungen die Zivilisation letztlich nicht erreichen, rast die Menschheit in einen Teufelskreis aus zunehmend respektloser Versklavung der anderen Lebewesen, bizarrer Selbsterhöhung und Wahrnehmungsverlusten gegenüber der von der Natur ausgehenden Faszination. Im Drang zur Auffüllung des so entstehenden geistigen Vakuums setzt ein eskalierender Konsumrausch mit drastischen Zerstörungen, Vergiftungen und Vermüllungen der Erdoberfläche ein. Inflationärer Einsatz von Pestiziden und unüberschaubare Manipulationen der Genome der „Nutzpflanzen“ bringen das irdische Ökosystem in eine zunehmende Schieflage.

Ganz am Ende, die Katastrophe ohnehin schon in vollem Gange, bricht eine weitere ökologische Gefahr durch, an die bisher kaum jemand gedacht hatte und die alles andere in den Schatten stellt. Als die ratlosen Eliten aus Politik und Wissenschaft davon erfahren, versuchen sie den Untergang durch eine künstlich erzeugte Euphorie aufzuhalten: Der „Goldene Frühling der Menschheit“ beginnt, das letzte Aufbäumen vor dem finalen Kollaps und dem Aussterben des Homo sapiens.

Das Katastrophenszenario ist eng und realistisch an bereits laufende Entwicklungen angelehnt und die Mechanismen des „Goldenen Frühlings“ lassen sich schon in der Gegenwart gut beobachten. Das alte Wissen der australischen Ureinwohner und ihre Rituale sind in der Geschichte detailgetreu rekonstruiert. Aber es werden auch präzise Antworten zu den möglicherweise heute noch vorhandenen, letzten Chancen zum Anhalten der Katastrophe geliefert.