Die Kunst der Reparatur

Ein Essay

  • oekom verlag
  • 192 Seiten
  • Paperback
  • Format: 20,5 x 13,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 17.03.2020
  • Artikelnummer 978-3-96238-183-7

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Für unsere Großeltern war es noch normal: Wenn etwas kaputtging, wurde es repariert. Die zerbrochene Tasse, der geborstene Spazierstock, selbst das defekte Auto – nahezu alles wurde ausgebessert und wiederhergestellt.

Heute gibt es mit den Repair-Cafés zwar eine Gegenbewegung, doch Wegwerfen hat immer noch Konjunktur – mit fatalen Folgen. Unsere Massenproduktion belastet nicht nur die Umwelt, sie führt auch zu einer seelischen Deformation. Arbeit verliert an Wert und Würde, wenn sie allein dem schnellen Nutzen dienen muss und Menschen ebenso wie Waren austauschbare Glieder einer Produktionskette werden. Es ist ein Teufelskreis: Je weniger Bindung wir zu den Dingen entwickeln, desto schneller werden sie ersetzt.

In seinem Essay plädiert Wolfgang Schmidbauer für eine Wertschätzung der Reparatur. Indem sie handwerkliches Geschick und Kreativität fördert, kommt sie einer Kunst gleich und strahlt obendrein positiv in unsere emotionalen Beziehungen aus.

Wolfgang Schmidbauer
Wolfgang Schmidbauer ist Autor zahlreicher Sach- und Fachbücher, von denen viele zu Standardwerken wurden. Seine 30 Bücher über Liebe, Ängste und das Helfersyndrom verkauften sich millionenfach. Schmidbauer gilt als einer der bekanntesten Paartherapeuten Deutschlands und ist auch einer der ersten Kritiker der Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht.