Beschreibung
Sind die Tage des Westens gezählt, ist er in seiner Vitalität erschöpft? Nach Jahrhunderten der Europäisierung der Welt sind West-, Süd- und Mitteleuropa sowie Nordamerika massiven Bedrohungen von außen ausgesetzt: politisch, wirtschaftlich, demographisch, kulturell und religionspolitisch. Die wohl größten Bedrohungen des Westens, vor allem des "alten" aber kommen von innen: Geburtenschwund, Emanzipation von Biologie, Verfall der Bildung, Konsumismus, Milliardärssozialismus, Nachlassen der Verteidigungsbereitschaft, Deindustrialisierung, volkspädagogische Vorstellungen von Politik und Medien, Aufweichung der Gewaltenteilung, nihilistischer Relativismus, Hypermoral, Weltrettungs-Moralismus, Infantilismus, Selbstzweifel, Schuldkomplexe, eine schier suizidale Sehnsucht nach dem Verschwinden aus der Geschichte ... Es ist ein "wokes", kulturmarxistisches, anti-aufklärerisches Gebräu aus Ideologien und Ersatzreligionen, das geradezu rauschhaft hinein in eine dekadente Entwicklung führt. Wird es noch eine Ernüchterung geben? Werden die Demokratien fortbestehen? Sicher nur durch die Besinnung auf Werte und Prinzipen, die den Westen groß gemacht haben und mit denen der Westen die Welt bereichert hat. Notfalls auch, indem der Westen transatlantisch zu einer intellektuellen Festung wird. Am Beispiel der USA, Großbritanniens und vor allem Deutschlands soll das erörtert werden.
über die Autoren
Josef Kraus
JOSEF KRAUS, geboren 1949, arbeitete als Gymnasiallehrer und Schulpsychologe, war von 1995 bis 2015 Oberstudiendirektor eines Gymnasiums und stand von 1987 bis 2017 dem Deutschen Lehrerverband als ehrenamtlicher Präsident vor. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, 2018 wurde ihm der Deutsche Sprachpreis verliehen. Kraus ist vielfältig publizistisch tätig; sein Buch »Helikopter-Eltern« und die Streitschrift »Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt« sind Bestseller. Sein letzter Titel »Im Rausch der Dekadenz« erschien 2024 bei Langen Müller.
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