Mordsgierig

Kriminalgeschichten aus vier Jahrhunderten

  • Softcover
  • 314 Seiten
  • 1. Auflage
  • 120 mm x 190 mm x 22 mm
  • Erscheinungsdatum: 11.04.2022
  • Artikelnummer 978-3-7543-8386-5

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Wussten Sie, dass Krimis nicht erst seit Sherlock Holmes und Auguste Dupin in aller Munde sind? Schon Friedrich Schiller berichtete zu seiner Zeit aus dem Verbrechermilieu, Charles Dickens dokumentierte Polizeieinsätze und Vidocq beschrieb in seiner Autobiografie, wie er vom Kriminellen zum ersten Privatdetektiv der Welt wurde. Meister der Spannung wie Edgar Wallace und Arthur Conan Doyle perfektionierten das Genre der Kriminalgeschichte, das sich bis heute zahlreicher Leser erfreut.


Diese Anthologie nimmt Sie mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Kurzkrimis. Vom frühen 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht die Auswahl der Autoren, unter denen sich manch einer befindet, dem man solche kriminellen Gedanken gar nicht zugetraut hätte ...

Arthur Conan Doyle
Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh, Schottland geboren und starb am 7. Juli 1930 in Crowborough in England. Er war ein britischer Arzt und Schriftsteller. Doyle war eines von zehn Kindern des schottischen Beamten Charles Doyle und dessen irischer Frau Mary. Der Vater war ein alkoholabhängiger Epileptiker, doch streng katholisch. So besuchte Doyle die Jesuitenschule, bevor er in Edinburgh Medizin studierte. 1885 heiratete er Louise Hawkins, mit der er zwei Kinder bekam. Er praktizierte einige Jahre als Arzt, widmete sich aber bereits nebenbei dem Schreiben. 1887, mit 28 Jahren, veröffentlichte er seine erste Sherlock Holmes-Detektivgeschichte. Inzwischen nach London umgezogen, konnte er ab 1891 allein von der Schriftstellerei leben. Zwei Jahre lang erschienen die Holmes-und-Watson-Geschichten in Zeitschriften, bevor Doyle aus Zeitgründen beschloss, seinen Protagonisten sterben zu lassen. In den folgenden Jahren verfasste er historische Romane, unternahm eine gewagte Skiexpedition in der Schweiz und diente im Burenkrieg in Südafrika als Lazarett-Arzt. Eine Typhus-Erkrankung brachte Doyle wieder zum Romanschreiben: Es entstand einer seiner bekanntesten Romane, „The Hound of the Baskervilles“, wieder mit Sherlock Holmes. 1906 starb Doyles erste Frau. Er heiratete ein Jahr später erneut und bekam drei weitere Kinder. 1912 erschien „The Lost World“ mit Doyles zweiter populärer Figur, Professor Challenger. Ab 1918 wendete sich Doyle dem Mystizismus und Spiritismus zu, vermutlich aus Trauer über seinen im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohn. Sir Arthur Conan Doyle starb am 7. Juli 1930 an einer Herzkrankheit in seinem Haus in Crowborough, Sussex. Zahlreiche seiner Werke wurden bis heute mehrmals verfilmt.

Friedrich Schiller
Friedrich Schiller (1759-1805) wurde in Marbach geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ab 1776 studierte er auf Befehl des Herzogs Karl Eugen an der Militärakademie Karlsschule in Stuttgart Medizin und arbeitete anschließend als Regimentsarzt. 1782 war Schiller trotz eines Verbots des Herzogs bei der umjubelten Uraufführung der «Räuber» in Mannheim zugegen; er wurde mit Arrest und Schreibverbot bestraft. Er floh über Mannheim, Leipzig und Dresden nach Weimar. 1789 wurde er zum außerordentlichen Professor der Geschichte und Philosophie in Jena berufen. Er litt unter ständigen Geldsorgen, die auch seine Gesundheit angriffen. 1799 siedelte er erneut nach Weimar um, wo er im Alter von nur 45 Jahren starb.

Michael Seiler
Gelernter Historiker, Philologe und Lektor aus Leipzig. Herausgeber und Autor zahlreicher Titel im Selbstverlag und Buchverlagen. Bloggt über Bücher, Bier Musik und Filme unter www.seilerseite.de

Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky (1890–1935), als Kind jüdischer Eltern in Berlin geboren, war einer der scharfsichtigsten Gesellschaftskritiker seiner Zeit. In der »Weltbühne« und der »Vossischen Zeitung«, mit Liedern und Kabarettstücken trat er unermüdlich für einen pazifistischen Humanismus ein. Als Korrespondent der linksliberalen »Weltbühne« lebte er 1924-1926 in Paris. 1929 emigrierte er nach Schweden. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert, seine Bücher in Deutschland verbrannt. 1935 nahm sich Tucholsky aus Verzweiflung über die Erfolge der Nationalsozialisten das Leben.