Chiffre

Correctiv und andere Wirklichkeiten

  • Edition BuchHaus Loschwitz
  • Softcover
  • 160 Seiten
  • EXIL (edition loschwitz)
  • 119 mm x 189 mm x 14 mm
  • Erscheinungsdatum: 30.09.2024
  • Artikelnummer 978-3-9826512-2-4

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Gerade im zeitgenössischen gesellschaftspolitischen Kontext erfahren Begriffe und Orte gezielt symbolhafte Aufwertung, deren Interpretation nur scheinbar beim Leser und Betrachter liegt. Sogenannte "Chiffren" stehen dann für etwas, was weniger durch Realität, als vielmehr durch eben diese Interpretation und Bilder gekennzeichnet ist. Gezielte Lügen werden so zur gewollten Wahrheit und graben sich tief in einen politischen Diskurs ein. In diesem Band soll es, ausgehend von der Chiffre "Wannseekonferenz 2.0", eines vom Medienunternehmen Correctiv in bis dato einzigartiger Weise instrumentalisierten privaten Treffens in Potsdam, um ebensolche Bilder gehen, die feste Narrative und falsche Geschichtsschreibung ermöglichen und zementieren.

Klaus-Rüdiger Mai
Klaus-Rüdiger Mai, Dr. phil., geb. 1963, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie. Er verfasst historische Romane, Sachbücher, Biografien und Essays. Nach einer Geschichte des Vatikans, der Biografie von Papst Benedikt XVI., Martin Luther, Albrecht Dürer, Johannes Gutenberg, Leonardo da Vinci und Edith Stein, wendet sich Mai nun in einem Essay Sophie Scholl zu.

Helmut Roewer
Helmut Roewer wurde nach dem Abitur Panzeroffizier, zuletzt Oberleutnant. Sodann Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. Nach dem Zweiten Juristischen Staatsexamen Rechtsanwalt und Promotion zum Dr. iur. über ein rechtsgeschichtliches Thema. Später Beamter im Sicherheitsbereich des Bundesinnenministeriums in Bonn und Berlin, zuletzt Ministerialrat. 1994 – 2000 Präsident einer Verfassungsschutzbehörde. Seither freier Schriftsteller. Zuletzt veröffentlichte er die Trilogie Unterwegs zur Weltherrschaft, Band 1: Warum England den Ersten Weltkrieg auslöste und Amerika ihn gewann; Band 2: 1918 – 1945. Warum eine angloamerikanische Allianz Deutschland zum zweiten Mal angriff und die Rote Armee in Berlin einmarschierte; Band 3: 1945 bis heute. Warum das US-Imperium so lange bei uns Erfolg hatte, jedoch bei der Umerziehung der Ostdeutschen scheiterte Weiteres und Kontakt: www.helmut-roewer.de

Ralf Schuler
Ralf Schuler, (Jg. 1965), wuchs im Ost-Berliner Stadtteil Köpenick auf. Er kam bereits als Schüler mit dem DDR-Regime in Konflikt. Von der staatlichen Studienlenkung der DDR erhielt er nach dem Abitur keinen Studienplatz, sondern arbeitete stattdessen als Drahtfertiger im Schichtbetrieb. Um der Produktion zu entfliehen, wurde er 1985 redaktioneller Mitarbeiter der Block-CDU-Zeitung "Neue Zeit". 1993 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Schuler zählt zu den besten Kennern des Berliner Politikbetriebs und der internationalen Politik. Als Journalist arbeitete er für die Tageszeitung "Die Welt", für die "Märkischen Allgemeinen Zeitung" und war seit 2013 Leiter der Parlamentsredaktion der BILD in Berlin. Im Sommer 2022 kündigte er beim Medienhaus Axel Springer, weil er das Bekenntnis des Konzerns ablehnte, an der Seite der LGBTQ-Bewegung zu stehen. Er setze sich "jederzeit für die Freiheit jedes einzelnen Menschen ein, stehe aber ganz grundsätzlich nicht an der Seite von politischen Bewegungen", schrieb er in der internen Begründung seines Rückzugs. Der bekennende Protestant stammt aus einer reformierten Gemeinde, fremdelt allerdings mehr und mehr mit seiner Amtskirche. Schuler ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Berlin und der Uckermark.

Cora Stephan
Cora Stephan ist seit vielen Jahren freie Autorin und schreibt Essays, Kritiken, Kolumnen – und Bücher. Ihr Roman »Ab heute heiße ich Margo« erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch. Neben zahlreichen Sachbüchern hat sie unter dem Pseudonym Anne Chaplet preisgekrönte Kriminalromane veröffentlicht, u.a. »In tiefen Schluchten« (2017) und »Brennende Cevennen« (2018).

Uwe Tellkamp
Uwe Tellkamp, geboren 1968 in Dresden, Romancier, Erzähler und Essayist, legte 2008 nach Erscheinen seines zweiten Romans, Der Eisvogel (2005), mit dem Roman Der Turm sein bislang umfangreichstes Prosawerk vor, in dem er die Vorwende- und Wende-Zeit der DDR zum Thema macht. Mit einem Ausschnitt aus dem Roman Der Schlaf in den Uhren gewann er 2004 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Neben anderen Auszeichnungen wurde ihm 2008 der Uwe-Johnson-Preis, im selben Jahr der Deutsche Buchpreis und 2009 der Deutsche Nationalpreis zuerkannt. Eine Verfilmung des Turms erfolgte 2012.