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Beamten- und Schreiberwissen im Alten Israel

Grundlagen der Schreiberausbildung und täglicher Geheimdienst im Königlichen Auftrag

  • Hartmut Spenner Verlag
  • Softcover
  • 7580 Seiten
  • 1. Auflage
  • 20,5 cm x 14,5 cm
  • Erscheinungsdatum: 15.11.2024
  • Artikelnummer 978-3-89991-272-2

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Biblische Texte enthalten teilweise sehr spezielles Wissen, überdas normalerweise nur sehr wenige Fachleute verfügen. Einigederartige Texte sind z.B. die genaue Kenntnis von entlegenenRegionen in Saudi-Arabien (Gen 10,26-30), das konkrete Wissenum die Wirtschaftskontakte der Phönizier (Ez 27,1-24), relativgenaue Kenntnisse der politischen Situation in ausländischenStaaten (Fremdvölkerorakel) oder historische Details, die sich ineinigen Texten der Königsbücher finden. Der Autor postuliert indieser kleinen Studie, dass in Juda und Israel das Wissen, dasDiplomaten, Händler und andere Reisende besaßen, zentralvon den königlichen Schreibern festgehalten wurde, um im Bedarfsfalldarauf zurückgreifen zu können. Dies könnte man alslegitime Geheimdiensttätigkeit bezeichnen. Beamte oder Angehörigeder Eliten konnten auf dieses in jedem Staat festgehalteneWissen zurückgreifen. Ein Vergleich mit dem ägyptischenPapyrus Anastasi I zeigt, welche Kenntnisse sich damaligeBeamte im Laufe ihrer Ausbildung aneignen sollten.

Wolfgang Zwickel
Prof. emer. Dr. Wolfgang Zwickel (*1957), Professor für Altes Testament und Biblische Archäologie an der Evangelisch- Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Promotion und Habilitation in Kiel, jeweils über Fragen der Kultgeschichte Palästinas. Verantwortliche Beteiligung an diversen archäologischen Projekten (u.a. Yavne, Jaffa, Tell el-Oreme/Kinneret, Akko). Schwerpunkte seiner Forschungen sind die Historische Topographie sowie die Geschichte Israels (unter besonderer Berücksichtigung der Religions-, Kult- und Kulturgeschichte).