Beschreibung
Am 7. November 1938 schoss Herschel Feibel Grynszpan in der deutschen Botschaft in Paris auf den Diplomaten Ernst vom Rath, der seinen Verletzungen kurz darauf erlag. Das Attentat wurde zum Vorwand für eine beispiellose Welle der Gewalt gegen Hunderttausende deutscher Jüdinnen und Juden sowie gegen ihre Wohnungen, Geschäfte und Synagogen in sämtlichen Teilen des Deutschen Reichs und vor aller Augen. Im Zuge der Novemberpogrome wurden u. a. über 30000 jüdische Männer verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Mit dieser Zäsur fand die mit der Aufklärung einsetzende deutsch-jüdische Epoche ihr katastrophisches Ende. Raphael Gross gelingt es in dieser knappen Darstellung sogar, den Fall Grynszpan in einen neuen Kontext zu stellen.
Prolog. Novemberpogrome 1938. Das Ende der deutsch-jüdischen Epoche 1. Herschel Grynszpan Austreibung ohne Einwanderung: Die "Polenaktion" Das Attentat Ein willkommener Märtyrer Reaktionen und Prozessvorbereitungen Nachspiel im Fall Grynszpan Ein Kind seiner Zeit 2. Die Novemberpogrome Früher Terror Expansionspolitik und organisierte Gewalt gegen Juden Erste Pogrome in der Provinz Reichskristallnacht: Öffentliche Gewalt Massenverhaftungen, "Arisierung" und Vertreibung Abbruch der Pogrome 3. Reaktionen Jüdische Reaktionen Aktionen der deutschen Reichsregierung Reaktionen der Kirchen in Deutschland Reaktionen des Auslands 4. Nach den Pogromen Vertreibung und Auswanderung Die Kindertransporte Holocaust: Langfristige Auswirkungen der Novemberpogrome Gedenktag 9. November Dank Chronologie Literatur Personenregister
Prolog. Novemberpogrome 1938. Das Ende der deutsch-jüdischen Epoche 1. Herschel Grynszpan Austreibung ohne Einwanderung: Die "Polenaktion" Das Attentat Ein willkommener Märtyrer Reaktionen und Prozessvorbereitungen Nachspiel im Fall Grynszpan Ein Kind seiner Zeit 2. Die Novemberpogrome Früher Terror Expansionspolitik und organisierte Gewalt gegen Juden Erste Pogrome in der Provinz Reichskristallnacht: Öffentliche Gewalt Massenverhaftungen, "Arisierung" und Vertreibung Abbruch der Pogrome 3. Reaktionen Jüdische Reaktionen Aktionen der deutschen Reichsregierung Reaktionen der Kirchen in Deutschland Reaktionen des Auslands 4. Nach den Pogromen Vertreibung und Auswanderung Die Kindertransporte Holocaust: Langfristige Auswirkungen der Novemberpogrome Gedenktag 9. November Dank Chronologie Literatur Personenregister
über die Autoren
Raphael Gross
Prof. Dr. Raphael Gross ist seit 2017 Präsident der Stiftung Deutsches Historisches Museum in Berlin und unterrichtet an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig. Davor leitete er als Direktor das Leo Baeck Institute in London (2001-2015), das Jüdische Museum in Frankfurt am Main (2006-2015), das Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt am Main (2007-2015) sowie das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Kultur und Geschichte in Leipzig, wo er gleichzeitig den Lehrstuhl für jüdische Geschichte an der Universität Leipzig innehatte (2015-2017).
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