Beschreibung
Die Soziale Marktwirtschaft ist zweifelsohne das wirkmächtigste Konzept der deutschen Wirtschaftspolitik. Der in den 1940er Jahren eingeführte Begriff entwickelte sich vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufschwungs Westdeutschlands und angesichts seiner vielfältigen Anschlussfähigkeit zu einem Containerwort, auf das sich heute quasi alle politischen Kräfte positiv beziehen können. Aber wofür steht die Soziale Marktwirtschaft konzeptionell, welche theoretischen Wurzeln liegen ihr zugrunde? Die Ursprünge führen zurück in die späten 1920er Jahre, in denen sich ein neuer Liberalismus formierte, der seit den 1950er Jahren in seiner deutschen Variante als Ordoliberalismus firmiert. Dieser Band zeigt auf, wie sich diese Konzeption bis in die Gegenwart entwickelt hat und warum sie auf nationaler und sogar auf europäischer Ebene so einflussreich werden konnte.
über die Autoren
Thomas Biebricher
Thomas Biebricher, 1974 geboren, ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie. Nach seiner Promotion in Freiburg war er sechs Jahre als DAAD-Dozent an der University of Florida tätig, bevor er 2009 als Nachwuchsgruppenleiter an den Exzellenzcluster Die Herausbildung normativer Ordnungen der Frankfurter Goethe-Universitat wechselte. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Biebricher mit Fragen poststrukturalistischer und kritischer Theorie; in den letzten Jahren galt seine Aufmerksamkeit insbesondere einer kritischen Analyse neoliberaler Theorie und Praxis. Sein Neoliberalismus zur Einführung (Junius) erscheint 2018 in dritter erweiterter Auflage.
Ralf Ptak
Ralf Ptak ist Volkswirt und lehrt als außerplanmäßiger Professor für Ökonomische Bildung an der Universität Köln.
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