Beschreibung
Zwei Jahre Krisengeschehen haben das gesellschaftliche und politische Leben nicht nur in Deutschland substanziell verformt und zu einer schier unglaublichen Machtkonzentration der Exekutive geführt. Der Wert von Grundrechten muss dringend neu in unserem Bewusstsein verankert werden, fordert Ulrike Guérot. Niemand darf von der Teilhabe am Diskurs ausgegrenzt werden, denn mit Ausgrenzung beginnt die Erosion der Demokratie.Gewinner sind vor allem Tech-Giganten wie Facebook, Twitter sowie YouTube und Finanzriesen, die schlussendlich digitale Überwachungssysteme installieren. Den Körper als letzte Ware im Visier und leere Heilsversprechen im Gepäck.Wir müssen unser Zusammenleben schlicht neu entwerfen: Für eine postnationale, postkapitalistische und postpatriarchale Welt. Mit öffentlichen Räumen, zu denen alle Zugang haben und wo niemand durch einen Barcode ausgesperrt wird. Europa und Freiheit gehören untrennbar zusammen. Schweigen wir also nicht.
über die Autoren
Ulrike Guérot
Ulrike Guérot, Jahrgang 1964, ist eine der arriviertesten Europa-Spezialistinnen im deutschen Sprachraum. Die Politikwissenschaftlerin und Publizistin ist u.a. Professorin für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems, Gründerin des European Democracy Lab (EDL). In ihrem populären ersten Sachbuch legt sie schonungslos dar, warum das Prinzip EU gescheitert, Europa aber dennoch quicklebendig ist. Im Herbst 2019 wurde Ulrike Guérot mit dem Paul-Watzlawick-Ehrenring ausgezeichnet.
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