Beschreibung
Seit den 1950er Jahren entstanden in der Bundesrepublik und in der DDR umfangreiche Programme der "Entwicklungshilfe" - von Lebensmittel- und medizinischen Hilfslieferungen bis hin zu Bildungsprojekten und politischen Partnerschaften mit Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Kalten Krieg nutzten beide deutschen Staaten dieses Engagement, um Einfluss zu gewinnen, gleichzeitig folgten Akteure der Zivilgesellschaft auf beiden Seiten der Mauer eigenen humanitären, weltanschaulichen und politischen Motiven. Agnes Bresselau von Bressensdorf zeigt anhand ausgewählter Fallstudien, wie der Umgang mit Hunger, Migration, Menschenrechten und Apartheid das entwicklungspolitische Handeln bis 1990 bestimmte.
über die Autoren
Stefan Creuzberger
Stefan Creuzberger, geboren 1961 in Calw, ist Professor für Zeitgeschichte an der Universität Rostock und Leiter der Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland. Er publiziert zur deutschen und russischen Geschichte im 20. Jahrhundert und ist u. a. Mitherausgeber der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland (AAPD) sowie Mitglied der Gemeinsamen Deutsch-Russischen Geschichtskommission.