Die vergessenen Palästinenser

Die Geschichte der Palästinenser in Israel

  • Westend
  • Softcover
  • 336 Seiten
  • 1. Auflage
  • 21,0 cm x 13,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 07.04.2025
  • Artikelnummer 978-3-86489-493-0

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Seit mehr als 60 Jahren leben Hunderttausende von Palästinensern als israelische Staatsbürger innerhalb der Grenzen des Staates, der am Ende des Konflikts von 1948 gegründet wurde. Die israelischen Palästinenser, die einen prekären Mittelweg zwischen den jüdischen Bürgern Israels und den enteigneten Palästinensern im Westjordanland und im Gazastreifen einnehmen, haben eine äußerst komplexe Beziehung zu dem Land entwickelt, das sie ihre Heimat nennen; in den unzähligen Diskussionen über das israelisch-palästinensische Problem werden ihre Erfahrungen jedoch oft übersehen und vergessen.In diesem Buch untersucht der Historiker Ilan Pappé, wie es den israelischen Palästinensern unter der jüdischen Herrschaft ergangen ist und was uns ihr Leben sowohl über Israels Haltung gegenüber Minderheiten als auch über die Haltung der Palästinenser gegenüber dem jüdischen Staat verrät. Auf der Grundlage von umfangreichem Archiv- und Interviewmaterial analysiert Pappé die Politik des israelischen Staates gegenüber seinen palästinensischen Bürgern und stellt Diskriminierungen in den Bereichen Wohnen, Bildung und Bürgerrechte fest. Das sehr lesenswerte Buch Die vergessenen Palästinenser bringt eine neue und dringend benötigte Perspektive in die israelisch-palästinensische Debatte ein.

Abraham Melzer
war ein leidenschaftlicher Buchhändler und Verleger. 1908 in Galizien geboren, floh er 1918 nach Berlin und 1933 vor den Nazis nach Palästina. Er hielt es nur drei Jahre dort aus und kehrte 1936 nach Europa zurück und ließ sich in Paris nieder. 1939 erwischte ihn der Krieg in Warschau, er floh Richtung Osten, wo die Russen ihn gefangen nahmen und als deutschen Spion für 10 Jahre Haft in Sibirien verurteilen ließen. Nach dem Krieg wanderte er 1948, inzwischen mit Frau und zwei Söhnen, zum zweiten Mal nach Israel ein, wo er bis 1958 blieb und danach nach Deutschland zurückkehrte. Er starb 1984 und wurde in Darmstadt beerdigt.

Ilan Pappe
Ilan Pappe, geboren 1954 in Haifa als Sohn deutscher Juden, die aus Deutschland geflüchtet waren, studierte in Jerusalem und promovierte in Oxford. Er ist einer der Protagonisten der »Neuen israelischen Historiker«, die für eine Revision der offiziellen Geschichtsschreibung des Zionismus und des Staates Israel und für einen kritischen Ausgleich mit den Palästinensern plädieren«. Er war Leiter des Friedensforschungsinstitut Givat Haviva, lehrte bis 2007 politische Wissenschaften an der Universität Haifa und ist derzeit Professor für Geschichte an der Universität Exeter.

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