Der Fall Ulrike Guérot

Versuche einer öffentlichen Hinrichtung

  • Westend
  • Erscheinungsdatum: 08.01.2024
  • Artikelnummer 978-3-86489-450-3

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Wissenschaftsfreiheit adé?

Wer die zum Teil mit großem, ja exzessivem Eifer vorgebrachten Anwürfe an Ulrike Guérot einordnen will, sollte deren politischen Hintergrund kennen: In einer prominenten Talk-Show- Sendung sprach sich Ulrike Guérot ungeheuerlicherweise dafür aus, dass Diplomatie und Politik vor allem darauf abzielen sollten, die Möglichkeit nach Friedensverhandlungen im aktuellen Krieg in und um die Ukraine auszuloten. Am Tag nach der Ausstrahlung der Sendung wurden mit zunehmenden Verfolgungseifer Plagiatsvorwürfe laut, obwohl ihr Buch "Wer schweigt, stimmt zu" seit dem frühen Frühjahr auf dem Markt und allgemein erhältlich war, wochenlang die Spiegelbestellerliste in oberen Rängen besuchte und in etlichen Medien besprochen wurde. Angebote von Frau Guérot an Kritiker , sich zu einem Austausch, öffentlich oder nichtöffentlich, zu treffen, wurden ausgeschlagen, die Universität Bonn versucht aktuell Ulrike Guérot vom universitären Betrieb zu entfernen.
Der vorliegende Band zeichnet diese Geschehnisse nach. Klar wird: Wer stört - wird mundtot gemacht. Wehren wir diesen Anfängen.

Gabriele Gysi
Die Schauspielerin und Regisseurin Gabriele Gysi wurde in Berlin als Tochter der Politiker Irene und Klaus Gysi geboren. Sie besuchte die Staatliche Schauspielschule Berlin und war lange Zeit an der Volksbühne Berlin, aber auch an anderen Theatern beschäftigt. Am Theater Karl-Marx-Stadt, am Volkstheater Rostock und an der Compagnie de Comédie Rostock führte sie Regie. 1984 verließ sie die DDR und ging an das Schauspielhaus Bochum. Es folgten Regiearbeiten an verschiedenen Theatern, zum Beispiel in Köln und Berlin. Von 2007 bis 2008 war sie Chefdramaturgin der Volksbühne Berlin. Außerdem hat sie Lehraufträge unter anderem in Rostock, Köln, Bern und Leipzig. Gabriele Gysi lebt in Berlin-Johannisthal.