Die Judenbuche

Ein Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen

  • Heft
  • 48 Seiten
  • 15. Hamburger Lesehefte
  • 125 mm x 160 mm x 6 mm
  • Erscheinungsdatum: 31.01.2023
  • Artikelnummer 978-3-87291-014-1

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Meisterhaft wird hier aufgezeigt, wie ein junger, schwacher Mensch zum Mörder wird und deshalb nach Jahren Selbstmord begeht. Droste-Hülshoff hat das finstere Ereignis, von dem sie in ihrer Kindheit berichten hörte, im Rahmen westfälischer Landschaft und Sitten in eine Dichtung verwandelt und ein Werk geschaffen, in dem verborgene Kräfte schicksalsbestimmend werden. Das Nachwort befasst sich mit Leben und Werk der Dichterin. Auf 4 Seiten werden Worterklärungen gegeben.

Annette von Droste-Hülshoff
Annette von Droste-Hülshoff (10.01.1797 Wasserburg Hülshoff bei Münster – 25.5.1848 Meersburg, Bodensee) entstammte einem der ältesten westfälischen Adelshäuser und galt in ihrer Familie aufgrund ihrer Schriftstellerei als eigensinniger und exzentrischer Charakter. Sie kam als Frühchen auf die Welt und wurde deshalb Zeit ihres Lebens von körperlichen Gebrechen geplagt. Zudem wurde sie wegen ihres Geschlechts und adeliger Standesetikette stark von ihrer Familie kontrolliert. Aus dem Gefühl der Beengtheit heraus entstanden Gedichte wie die Selbstbetrachtung »Das Spiegelbild« oder »Am Turme«, in dem sie beim direkten Blick vom Balkon aus ihre ›Gefangenschaft‹ in einen Gegensatz zur freien Natur stellt. In ihrem Gesamtwerk erhält die Natur durch ihre Unbeschränktheit zugleich eine dunkle, mystische Aufladung wie in der Ballade »Der Knabe im Moor« sowie in ihrem bekanntesten Werk, der Novelle »Die Judenbuche«. Von den Jahren 1990 bis 2001 zierte das Porträt Droste-Hülshoffs den 20-Mark-Schein.