Im Jahr 1959 fährt Pasolini mit einem Fiat Millecento die gesamte italienische Küste entlang, eine Reise - »La lunga strada di sabbia« - ist ein eigenwilliges Dokument dieser Zeit, einer Zeit zwischen dem Ende der Traditionen und der aufziehenden Globalisierung. Peter Kammer, Italien- und Pasolinikenner, erinnert in seinem Nachwort an Pasolini, diesen Autor, Dichter, Regisseur, der schon früh - zärtlich, melancholisch, zornig - vor den Folgen jener Ökonomisierung aller Lebensbereiche warnte, die wir heute erleben; Wolfram Schütte, der legendäre Feuilletonchef der alten Frankfurter Rundschau, resümiert in seiner Würdigung Pasolinis Wirken.
PIER PAOLO PASOLINI, Schriftsteller, Regisseur, Publizist, geboren 1922 in Bologna, ermordet 1975 unter bis heute ungeklärten Umständen.
Als kommunistischer und homosexueller Autor führte er ein Leben außerhalb herrschender Konventionen
Annette Kopetzki, studierte Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaft und arbeitete viele Jahre als Universitätsdozentin und Journalistin in Italien. Sie übersetzte u.a. Pier Paolo Pasolini, Roberto Saviano und Ugo Riccarelli. 2019 wurde sie mit dem Paul-Celan-Preis ausgezeichnet, 2024 mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis.
PETER KAMMERER, geboren 1938, ist Soziologe und Übersetzer und lebt in Italien. Er veröffentliche zwei politische Reisebücher über Itallen, übersetzte Texte Pasolinis ins Deutsche sowie Heiner Müller, Volker Braun und Franz Xaver Kroetz ins Italienische.
Für die deutsche Ausgabe von Geheimsache Italien von Glullano Turone, die 2023 bei S. Marix erschien, steuerte er die Einleitung bei.