Dissonanzen

Als Chirurg zwischen Krieg und Diplomatie

  • Westend
  • Hardcover
  • 224 Seiten
  • 1. Auflage
  • 21,5 cm x 13,5 cm
  • Erscheinungsdatum: 07.10.2024
  • Artikelnummer 978-3-86489-453-4

Hardcover

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Kambodscha, Vietnam, Sahara, Ruanda - vierzig Jahre lang war Flavio Del Ponte als Chirurg weltweit mit dem Leid des Krieges konfrontiert. Heute blickt er in den Rückspiegel und sieht sich selbst als jungen, hoffnungsvollen Arzt, der um die Welt reist und als Kriegschirurg endet. Fast bemerkt er nicht, dass er während dieser Zeit seinen Beruf und die Rollen, die ihm angeboten werden, wechselt: militärisch, politisch und schließlich als humanitärer Helfer. Aber im Herzen bleibt er immer ein Arzt mit der fixen Idee, den Leidenden zu helfen. Heute möchte er die jungen Menschen, die am Anfang ihres Lebens stehen, daran erinnern, wie der Beruf des Arztes, des humanitären Helfers und damit des Friedens eine Berufung sein kann, der man folgen und die man leben sollte. Auch und gerade in unseren Tagen.

Flavio Del Ponte
Flavio Del Ponte geboren 1944 in der Schweiz. Bis 1972 Medizinstudium in Bern, danach Weiterbildung mit Spezialisierung in allgemeiner Chirurgie, Traumatologie und Kriegschirurgie. 1982 Chefarzt am IKRK-Spital in Pakistan. ER war ab 1986 als Ausbilder für Kriegschirurgen an alternierenden Orten im Einsatz und arbeitete im Auftrag des Roten Kreuzes und der WHO. 1992 war er als Chief Medical Officer der UNO-Mission in Afrika. 1994 übernahm er die Leitung der humanitären Hilfe der Schweiz. Im selben Jahr wurde er Medical Advisor beim Generalsekretariat für die "Peacekeeping Operation" der UNO in New York. 1996 erfolgte die Ernennung zum medizinischen Berater der der humanitären Hilfe der Schweiz und er wurde Chef der Fachgruppe Medizin des damaligen "Schweizer Korps für Katastrophenhilfe" (heute "Schweizer Korps für Humanitäre Hilfe"). Seit 1996 war Del Ponte außerdem als Lehrer und Koordinator beim "European Master in Disaster Medicine" und ab 2004 als "Visiting Professor" an der Freie Universität von Brüssel und der Università del Piemonte Orientale in Italien tätig. Ab 2009 begab sich Del Ponte in den sogenannten "Ruhestand".