Beschreibung
'Ich bin dreißig Jahre. / Mein Haar wird grau. / Ich bin nicht müde.' So schlicht enden die eindrucksvollen autobiografischen Aufzeichnungen des Dichters Ernst Toller (1893-1939). Zu jenem Zeitpunkt, 1924, hatte er gerade fünf Jahre Festungshaft hinter sich gebracht, davor eine Revolution und davor einen Weltkrieg. Doch müde ist er wirklich nicht: Stets aufs Neue streitet er wortgewaltig für eine andere, friedliche Gesellschaft, auch und besonders mittels der Literatur. 1933 schließlich erscheint 'Eine Jugend in Deutschland' in einem Amsterdamer Exilantenverlag und macht Toller zu einer der meistgehörten Stimmen seiner Generation.
über die Autoren
Ernst Toller
Ernst Toller wird am 1. Dezember 1893 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Samotschin in der damaligen preußischen Provinz Posen, heutiges Polen, geboren. Er besucht das Realgymnasium in Bromberg, heute Bydgoszcz, und studiert nach dem Ersten Weltkrieg in München Jura und Philosophie. Dort lernt er Schriftsteller wie Thomas Mann und Rainer Maria Rilke, Oskar Maria Graf und Erich Mühsam kennen, engagiert sich politisch, und wird zu einer treibenden Kraft der Münchner Räterepublik, was ihm fünf Jahr Festungshaft einbringt.
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