Gilgi, ein Mädchen im Köln der 1920er Jahre, kündigt ihre Stelle als Sekretärin und zieht von zu Hause aus, weil sie das bevormundete Dasein bei den Eltern satt hat. Doch auch das 'weiche, zerflossene, bedenkenlose' Leben mit dem Schriftsteller Martin ist keine Alternative, denn aus ihrem Leben, sagt Gilgi, 'soll nicht so'n Strindberg-Drama werden'. Also nimmt sie es in die eigenen Hände und macht sich auf den Weg in die Selbstständigkeit.
Der erste Roman über eine junge Frau, die für ihre Unabhängigkeit die vertrauten Pfade verlässt.
Irmgard Keun, 1905 in Berlin geboren, war eine der bedeutendsten Schriftstellerin der Weimarer Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden ihre Schriften verboten, 1936 floh sie ins Exil, kehrte aber vier Jahre später unter falschem Namen zurück und lebte bis Kriegsende im Untergrund. Nach 1945 konnte sie nicht mehr an ihre frühen Erfolge anknüpfen. Erst in den siebziger Jahren wurde ihr Werk wiederentdeckt. Keun starb 1982 in Köln.
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