Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs verschlägt es Gabriel Dan in ein polnisches Städtchen. Dort lebt er in einem Hotel, das von einer bunten Ansammlung Gestrandeter bevölkert ist - Soldaten, Bankrotteure, Kommunisten, Möchtegernkünstler und leichte Mädchen. Niemand weiß, wie es weitergeht, aber alle warten auf den sagenhaften Milliardär Bloomfield, der aus Amerika eintreffen soll. - Kein anderer Schriftsteller hat die zum Untergang verdammte Welt der alten Monarchien und den steinigen Weg in die neue Zeit so intensiv und farbig geschildert wie Joseph Roth.
Joseph Roth, geboren 1894 in Brody, Ostgalizien, gestorben 1939 im Pariser Exil, wurde mit den Romanen Hiob (1930) und Radetzkymarsch (1932) zu einem Klassiker der Literatur des 20. Jahrhunderts, der sich keiner Schule oder Strömung zurechnen lässt. Wenige deutschsprachige Autoren haben solche internationale Bekanntheit erlangt wie er.
Jan Bürger, geboren 1968, ist Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Nach seiner Tätigkeit als Redakteur der Zeitschrift Literaturen arbeitet er seit 2002 im Deutschen Literaturarchiv Marbach.
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