Heimatschutztruppe

Die neue Heimatschutzdivision der Bundeswehr gegen den äußeren und inneren Feind

  • Verlag Hintergrund
  • Softcover
  • 144 Seiten
  • 1. Auflage
  • 19,0 cm x 12,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 14.09.2026
  • Artikelnummer 978-3-910568-37-2

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Mit Wirkung vom 1. April 2025 wurde die Heimatschutzdivision als Verband des Heeres der Bundeswehr in Dienst gestellt. Damit entstand in der Geschichte der deutschen Streitkräfte ein völlig neuer Truppenkörper. Ihre Sollstärke beträgt 6.000 Soldaten. Es gibt Hinweise darauf, dass perspektivisch eine Aufstockung auf bis zu 22.000 Soldaten vorgesehen ist. Eine wesentliche Aufgabe der Truppenteile und Einheiten der Heimatschutzdivision ist in den Darstellungen zu ihr entweder nur versteckt zu finden oder wird gänzlich verschwiegen. Es ist der Einsatz im Innern bei angespannten oder gewaltsamen Auseinandersetzungen größeren Maßstabs, darunter auch gegen die eigene Bevölkerung. Auf der Basis gesetzlicher Regelungen sind zuerst die Bereitschaftspolizeien der 16 Bundesländer gefordert. Sie zählen heute etwa 16.400 Beamte. In der Masse sind sie in Einsatzhundertschaften, untergebracht in kasernenähnlichen Objekten, mit bis zu etwa 125 Frauen und Männern zusammengefasst. Sollten diese nicht ausreichen, kommt die zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums gehörende paramilitärische Bundespolizei zum Einsatz. Ihr Kern, die Bundespolizeiabteilungen, umfasst gegenwärtig etwa 6.000 uniformierte Einsatzkräfte. Tatsächlich werden die Polizeien der Länder und die Bundespolizei nicht nur für ihren Auftrag zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger ausgebildet und trainiert, sondern auch für den Einsatz gegen alle, die als Verfassungsfeinde angesehen werden. Wenn die polizeilichen Kräfte in ihrer Gesamtheit innere Konfliktfälle nicht beherrschen sollten, soll die Heimatschutzdivision zum Einsatz kommen.

Lothar Schröter
Lothar Schröter, geboren 1952, studierte von 1970 bis 1974 Geschichte und Russische Sprache an der Pädagogischen Hochschule in Leipzig, absolvierte anschließend ein postgraduales Studium der Militärgeschichte. Bis 1990 erst als wissenschaftlicher Assistent am Militärgeschichtlichen Institut in Potsdam, dann als promovierter und habilitierter Oberassistent und Dozent tätig. Bis zum Eintritt ins Rentenalter in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig. Zahlreiche Publikationen, darunter »Militärgeschichte der BRD« (1989), »Die NATO im Kalten Krieg« (2009), »Zur Geschichte der Militärpolitik in beiden deutschen Staaten« (2004), »Medien und Krieg« (2006), »USA – Supermacht oder Koloss auf tönernen Füßen?« (2009) und »Künftige Supermacht in Asien? Militärpolitik und Streitkräfte der Volksrepublik China« (2011).