Das terrestrische Manifest

  • Suhrkamp
  • Softcover
  • 136 Seiten
  • 3. Deutsche Erstausgabe
  • 205 mm x 125 mm x 17 mm
  • Erscheinungsdatum: 16.04.2018
  • Artikelnummer 978-3-518-07362-9

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Eine Serie politischer Unwetter hat die Welt durcheinandergebracht. Die Instrumente, mit denen wir uns früher orientierten, funktionieren nicht mehr. Verstanden wir Politik lange als einen Zeitstrahl, der von einer lokalen Vergangenheit in eine globale Zukunft führen würde, realisieren wir nun, dass der Globus für unsere Globalisierungspläne zu klein ist. Der Weg in eine behütetere Vergangenheit erweist sich ebenfalls als Fiktion. Wir hängen in der Luft, der jähe Absturz droht.
In dieser brisanten Situation gilt es zuallererst, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren. Bruno Latour unternimmt den Versuch, die Landschaft des Politischen neu zu vermessen und unsere politischen Leidenschaften auf neue Gegenstände auszurichten. Jenseits überkommener Unterscheidungen wie links und rechts, fortschrittlich und reaktionär plädiert er für eine radikal materialistische Politik, die nicht nur den Produktionsprozess einbezieht, sondern auch die ökologischen Bedingungen unserer Existenz.

Bruno Latour
Bruno Latour, geboren 1947 in Beaune, Burgund, Sohn einer Winzerfamilie. Studium der Philosophie und Anthropologie, von 1982 bis 2006 Professor am Centre de l'Innovation an der Ecole nationale supérieure de mine in Paris. Gastprofessor an der University of California San Diego, der London School of Economics und am historischen Seminar der Harvard University. Seit Juni 2007 ist Bruno Latour Professor am Sciences Politiques Paris und dem Centre de Sociologie des Organisations (CSO). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2013 den Holberg- Preis.

Bernd Schwibs
Julia Kristeva, Psychoanalytikerin, Linguistin, Schriftstellerin, Professorin an der Universität Paris-Diderot, dort Leiterin der Ecole doctorale und des Centre Roland Barthes. Zahlreiche Ehrendoktorwürden internationaler Universitäten. Holberg-Preisträgerin 2004 und Hannah Arendt-Preisträgerin 2006. Viele Buchveröffentlichungen in mehreren Sprachen, bei Brandes & Apsel: Schwarze Sonne. Depression und Melancholie (2. Aufl. 2013).