Hans-Georg Noack

Hans-Georg Noack wurde am 12. Februar 1926 in Burg bei Magdeburg geboren. Nach der Schule und einem abgebrochenen Lehrerstudium wurde er zur Wehrmacht einberufen. Von 1944 bis 1947 arbeitete er als Kriegsgefangener bei der YMCA (CVJM) in Brüssel, war anschließend als als Dolmetscher und Privatsekretär tätig und gründete dann eine eigene Konzert- und Gastspieldirektion. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten Jugendbücher. Von 1959 bis 1973 arbeitete Noack als freischaffender Schriftsteller und Übersetzer. 1973 übernahm er die literarische Leitung des Herrmann-Schaffstein-Verlags in Dortmund. Von 1980 bis 1992 war Hans-Georg Noack Verlagsleiter im Arena-Verlag. Der Schriftsteller Hans-Georg Noack beschäftigte sich in seinen Büchern fast ausschließlich mit zeitgeschichtlichen, politischen und sozialen Fragen und wand sich dabei immer wieder an den "jungen Erwachsenen". Noack schrieb bewusst für junge Leute und hat immer offen zugegeben, dass er beim Schreiben von pädagogischen Zielvorstellungen ausging. Noack glaubte an die Vernunft und die Erziehbarkeit des Menschen und daran, dass Literatur dazu beiträgt, den Menschen klüger zu machen. Er wollte den heutigen Jugendlichen seine Erfahrungen nahebringen, ihnen andererseits aber auch helfen, ihre eigenen Probleme zu formulieren. Unter den elf seit 1966 bei Ravensburger erschienenen Noack-Titeln ist "Rolltreppe abwärts" mit weit über 2,2 Millionen verkaufter Exemplare der erfolgreichste. Hans-Georg Noack verstarb am 15. November 2005 in Würzburg.