Sperrzonen

Israels Architektur der Besatzung

  • Edition Nautilus GmbH
  • Softcover
  • 384 Seiten
  • 1., Deutsche Erstausgabe
  • 24,0 cm x 16,0 cm
  • Erscheinungsdatum: 26.08.2009
  • Artikelnummer 978-3-89401-605-0

Am Beispiel der israelischen 'Raumordnung' in den besetzten Gebieten wird eine Architektur der Abgrenzung und Kontrolle aufgezeigt, die weltweit zum Einsatz kommt: sei es zur Aussperrung verarmter Bevölkerungsteile aus den Metropolen oder an den hochgerüs

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Sperrzonen, mobile Kontrollpunkte, Killing Zones, Mauern, Barrieren, Blockaden, Vorposten - Israel ist ein Labor für die Erprobung und Erforschung des politischen Raums, der durch eine Besatzung geschaffenen wird. Von den unterirdischen Räumen des Westjordanlands und Gazastreifens bis zu den militarisierten Lufträumen zeigt Eyal Weizman Israels Kontrollmechanismen auf. Alle natürlichen und gebauten Elemente funktionieren hier entsprechend den Waffen und der Munition, mit denen der Konflikt geführt wird. Die vielfältigen Versuche, das Land zu besetzen, zu zerschneiden, zu teilen, auszuweiden, wieder zusammenzufügen und wieder zu bombardieren, hinterlassen ein zerstörtes und unbewohnbares Land. Weizman verfolgt die Entwicklung dieser Ideen in Israel zurück: von den baurechtlichen Maßnahmen zum Erhalt des demografischen Verhältnisses zwischen der arabischen und jüdischen Bevölkerung, der Planung und dem Bau der Siedlungen bis zur urbanen Kriegsführung mit gezielten, luftgestützten Tötungen. Er untersucht Israels Methoden, die Landschaft und die gebaute Umgebung in Werkzeuge von Herrschaft und Kontrolle umzuwandeln.

Eyal Weizman
Eyal Weizman ist Gründer und Direktor von Forensic Architecture und Professor für räumliche und visuelle Kulturen am Goldsmiths, University of London, wo er 2005 das Centre for Research Architecture gründete. 2007 gründete er zusammen mit Sandi Hilal und Alessandro Petti das Architekturkollektiv DAAR in Beit Sahour/Palästina. Er ist Autor zahlreicher Bücher und hatte Positionen an Universitäten weltweit inne, darunter Princeton, ETH Zürich und die Akademie der bildenden Künste in Wien. Er ist Mitglied des Technologiebeirats des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) und gehört dem Vorstand des Centre for Investigative Journalism (CIJ) an. Im Jahr 2019 wurde er zum lebenslangen Mitglied der British Academy gewählt. Eyal und Forensic Architecture wurden mit einem MBE für Verdienste um die Architektur (2020), dem London Design Award (2021), dem Mark Cousins Theory Award (2024), dem Peabody Award für interaktive Medien, dem European Cultural Foundation Award for Culture und dem RIBA Charles Jencks Award ausgezeichnet.

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