Beschreibung
Menschen und Gemeinschaften begehren Objekte nicht um ihrer selbst willen - sondern sie imitieren das Begehren anderer. Durch dieses »mimetische Begehren«, ein Grundkonzept im Denken des Kulturanthropologen und Religionsphilosophen René Girard (1923-2015), entstehen Rivalität und Konflikte. Wie diese zu einem Ende finden, beschreibt Girard mit einem »Sündenbock-Mechanismus«: Die mimetische Vergiftung bewegt sich weg vom Sehnen hin zu einem Opfer, das alle Schuld zu tragen hat - als ob es tatsächlich verantwortlich wäre.
Girard gilt als Theoretiker der Stunde: Seine Überlegungen über Konflikte und Ideologien, wie sie das titelgebende Gespräch und sein letzter Essay »Über Krieg und Apokalypse« pointiert zugänglich machen, lassen uns die Entwicklungen der Gegenwart besser verstehen.
Girard gilt als Theoretiker der Stunde: Seine Überlegungen über Konflikte und Ideologien, wie sie das titelgebende Gespräch und sein letzter Essay »Über Krieg und Apokalypse« pointiert zugänglich machen, lassen uns die Entwicklungen der Gegenwart besser verstehen.
über die Autoren
René Girard
René Girard, 1923 in Avignon geboren, lebte seit 1947 in den USA und lehrte dort an verschiedenen Universitäten, zuletzt als Professor für französische Sprache, Literatur und Kultur an der Stanford Universität. 2005 wurde er zum Mitglied der Académie Française ernannt. Sein Werk Das Heilige und die Gewalt nahm großen Einfluss auf die Religionsgeschichte und Kulturanthropologie. Bei Matthes & Seitz Berlin u. a. lieferbar: Im Angesicht der Apokalypse sowie, zusammen mit Wolfgang Palaver Gewalt und Religion.
Cynthia L. Haven
Cynthia L. Haven ist Publizistin und Buchautorin. Sie hat unter anderem Studien über die Lyriker Czesław Miłosz und Joseph Brodsky vorgelegt. 2018 erschien ihre Girard-Biographie »Evolution of Desire: A Life of René Girard«; 2020 der Band »Conversations with René Girard: Prophet of Envy«.
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