Das Rote Kloster

Eine Geschichte der Journalistenausbildung in der DDR

  • Softcover
  • 352 Seiten
  • 14. Theorie und Geschichte der Kommunikationwissenschaft
  • 141 mm x 211 mm x 23 mm
  • Erscheinungsdatum: 15.10.2025
  • Artikelnummer 978-3-86962-744-1

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In diesem Buch kommen elf Zeitzeugen zu Wort: Professoren und Dozenten, die an der Karl-Marx-Universität Leipzig die DDR-Journalistik erfunden und bis zum Ende getragen haben - von Franz Knipping, Heinz Halbach, Werner Michaelis und Fritz Beckert über Hans Poerschke, Karl-Heinz Röhr und Klaus Preisigke bis zu Wolfgang Tiedke, Wulf Skaun, Bernd Okun und Sigrid Hoyer. Diese Liste deckt alle Zeiträume (von den frühen 1950er-Jahren bis weit nach dem Ende der DDR), alle Positionen (Student, Mittelbau, Professor, Dekan bzw. Direktor) und alle Wege an die Spitze der akademischen Pyramide ab.


Auf diese Weise entsteht nicht nur ein einzigartiges Panorama des Roten Klosters (eine selbstironische Bezeichnung, geprägt schon von den ersten Studenten an der Fakultät für Journalistik), sondern zugleich eine "andere" Geschichte Ostdeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg - eine Geschichte vom sozialen Aufstieg, vom Ringen um das, was möglich war, und von den Grenzen, die es innen und außen dafür gab.


Eingeordnet werden die Gespräche durch eine Kollektivbiografie und einen Blick auf den Alltag der Studenten. Diese beiden Texte helfen genauso wie die Dokumentation eines "Ost-West-Gipfels" vom Mai 1990 und das Kapitel "Abwicklung und Neustart" zu verstehen, warum das Leipziger Paradigma im größeren Deutschland chancenlos war.
I. Analysen


Zur Einführung. Oder: Warum Geschichte gedruckt werden muss


Journalistikprofessoren in der DDR. Eine Kollektivbiografie


Studieren im Roten Kloster. Die Anfänge der Journalistenausbildung in der DDR


II. Zeitzeugen


Franz Knipping: Dusiska hat an meinem Stuhl gesägt


Heinz Halbach: Wir hatten Narrenfreiheit


Werner Michaelis: Journalismus braucht Sprache


Fritz Beckert: Der Mensch kommt in der Theorie zu kurz Hans Poerschke: Ich habe gesucht


Karl-Heinz Röhr: Um Qualität geht es immer und überall


Klaus Preisigke: Wir waren ein Hort des Opportunismus


Wolfgang Tiedke: Wir haben die richtigen Fragen gestellt


Wulf Skaun: Es gibt keine unpolitische Wissenschaft


Bernd Okun: Reizt das doch aus, bevor ihr die Flinte ins Korn werft


Sigrid Hoyer: Unser Handwerk ist brauchbar


III. Abwicklung


Der Ost-West-Gipfel vom Mai 1990


Abwicklung und Neustart. Von der Sektion Journalistik zum Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft


Literatur Personenregister

Michael Meyen
Michael Meyen hat seit 2002 eine Professur für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist Autor der Bücher Die Propaganda-Matrix und Wie ich meine Uni verlor.